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Orkantief "Kyrill": Entwicklung im Internet verfolgen

18.01.2007 | 13:21 Uhr |

Im Laufe des Tages und in der Nacht zum Freitag wird das auf den Namen „Kyrill“ getaufte Orkantief über Deutschland ziehen. Der „Deutsche Wetterdienst“ kündigt an, dass das Zentrum des Orkantiefs voraussichtlich am Nachmittag die Nordsee und in der Nacht die Ostsee erreichen wird. Bundesweit wird mit Orkanböen bis zu 150 km/h gerechnet.

Auf dieser Internet-Seite kann der aktuelle Stand des Unwetters eingesehen werden. Derzeit (Stand: 13:06 Uhr) gilt für die gesamte Bundesrepublik Deutschland eine „Unwetterwarnung“. Die höchste Warnstufe, „Warnung vor extremem Unwetter“, gilt für den Nordwesten, Mitteldeutschland und Südwest-, Süd- und Süd-Ost-Bayern.

Das bayerische Innenministerium hat am Donnerstag morgen eine Warnung herausgegeben , nach der die Führungsgruppen bei den Katastrophenschutzbehörden in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt wurden. Allen Bürger und Bürgerinnen wird empfohlen, zu Hause zu bleiben, Fenster und Türen zu schließen und lose Gegenstände im Freien zu sichern. „Autofahrer sollten unnötige Fahrten vermeiden und vor allem die Geschwindigkeit den örtlichen Gegebenheiten anpassen“, heißt es.

Die Lufthansa hat bereits mehrere Flüge gestrichen. Reisenden wird empfohlen, sich vorab im Internet zu informieren, ob ihr Flieger heute überhaupt abheben wird. Umbuchungen und Stornierungen sind kostenlos möglich.

Das Orkantief sorgt dafür, dass derzeit ein Ansturm auf die vielen Wetter-Dienste im Internet erfolgt und diese kaum noch erreichbar sind. Auch die Website des Deutschen Wetterdienstes hat mit den hohen Zugriffen zu kämpfen. Auch Wetter Online und Wetter.de leiden unter den enormen Zugriffen.

Was hinter dem Namen „Kyrill“ steckt, lässt sich bei Wikipedia nachschlagen. Dem Eintrag dort ist zu entnehmen, dass der Name aus dem griechischen „cyrillos“ („Der Herrliche“) stammt und der Name mehrerer Heiliger ist. Das Institut für Meteorologie der FU Berlin gab am Mittwoch dem Orkantief diesen Namen. Seit 1954 versah das Institut in alphabetischer Reihfolge Tiefdruckwirbel mit weiblichen und Hochdruckgebiete mit männlichen Vornamen. Aufgrund einer Diskussion über Frauendiskriminierung wurde das Prozedere dann in den späten 90er Jahren geändert und seitdem werden im jährlichen Wechsel mal den Hochs und mal den Tiefs weibliche Vornamen gegeben. Die Tiefdruckgebiete in diesem Jahr tragen also männliche Namen.

Vor dem PC-WELT-Verlagsgebäude in München macht sich "Kyrill" bereits bemerkbar, es weht ein kräftiger Wind. Wie sieht es bei Ihnen vor Ort aus? Kriegen Sie etwas von dem Sturm mit? Äußern Sie sich doch einfach im Forum zu dieser Nachricht.

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