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Origami-Duo: Ultra Mobile PCs von Asus und Samsung

13.03.2006 | 11:34 Uhr |

Intel und Microsoft lüfteten vor einigen Tagen den Schleier um das Geheimprojekt "Origami". Der Zwitter aus Notebook und PDA heißt nun offiziell "Ultra Mobile PC". Auf der CeBIT zeigten Asus und Samsung erste Produkte.

Der Ultra Mobile PC (UMPC) will Notebook, PDA und Multimedia-Player in einem Gerät vereinen. Etwas größer als ein Taschenbuch und unter einem Kilogramm schwer, läuft ein UMPC mit Windows XP Tablet PC Edition - das heißt, er lässt sich per Touchscreen und Stift bedienen und versteht sich auf Handschrifterkennung. Im Gegensatz zur Windows Mobile Edition, das zum Beispiel auf PDAs zum Einsatz kommt, arbeitet aber auf einem UMPC das von PC und Notebook gewohnte Windows XP und man kann daher auch Standard-Software verwenden.

Neben dem Windows-Desktop bietet der UMPC auch eine vereinfachte Bedienoberfläche, die das Steuern per Finger erleichtern soll: Über größere Icons und eine Menüleiste auf der linken Seite sollen sich besonders häufig genutzte Programme und Multimedia-Software bequem öffnen lassen. Außerdem kann man eine On-Screen-Tastatur in die unteren Ecken des Displays einblenden - so lassen sich Texte mit den Daumen auch im Stehen tippen.

Der UMPC von Asus heißt R2H, wiegt 960 Gramm und besitzt ein 7-Zoll-Display mit einer Breitbild-Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten. Als Prozessor kommt die Ultra-Low-Voltage-Variante des Celeron M zum Einsatz - im Gerät, das Asus auf der CeBIT zeigt, arbeitet die Variante mit 900 MHz. Mobil ins Internet kommt man per 11g-WLAN oder Bluetooth 2.0+EDR. Perepherie lässt sich per SD-Karten-Schacht oder drei USB-Ports anschließen. Asus plant ein Modell mit integriertem DVB-T-Tuner, mit dem man unterwegs fernsehen kann, sofern man eine Antenne an den R2H andockt. Asus peilt für diese UMPC-Variante einen Preis von deutlich unter 1000 Euro an.

Eine höherwertige Variante des R2H zielt auf Geschäftskunden ab und besitzt zusätzlich einen Fingerabdruck-Scanner, einen Zugriffsschutz für die Festplatte, ein Trusted Platform Module und einen integrierten GPS-Empänger, mit dem sich das R2H auch als Navigationssystem einsetzen lässt. Asus plant, diesem Modell noch eine externe Tastatur und eine Maus beizupacken. Der Preis für dieses Modell soll bei rund 1050 Euro liegen.

Optisch etwas ansprechender und mit 779 Gram auch leichter kommt der Q1 daher - der UMPC von Samsung. Auch er besitzt ein 7-Zoll-Display (800 x 480) und einen Celeron M mit 900 MHz, ebenso 11g-WLAN und Bluetooth. Die Größe der Festplatte gibt Samsung mit 40 GB an. Externe Geräte finden über zwei USB-Ports und einen Schacht für Compact-Flash-Karten Anschluss am Q1 - soll will Samsung zum Beispiel über eine entsprechende GPRS/UMTS-Karte den Q1 zum mobilten Telefon- und Surfterminal verwandeln.

Ähnlich wie bei den Samsung-Notebooks lassen sich über das Programm AV-Station Multimediainhalte genießen, ohne dass man dazu erst Windows booten muss. Samsung peilt einen Preis zwischen 1000 und 1500 Euro für das Q1 an. Als Batterielaufzeit für den Q1 gibt Samsung übrigens rund 3,5 Stunden an.

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