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Oracle profitiert von Einkaufstour - Gewinnschub im ersten Quartal

21.09.2007 | 08:47 Uhr |

Der US-amerikanische Softwarekonzern Oracle profitiert von der massiven Einkaufstour der vergangenen Jahre.

Das im abgelaufenen Quartal erzielte Ergebniswachstum werde sich auch im laufenden zweiten Jahresviertel fortsetzen, sagte Safra Catz, Finanzchefin des SAP-Konkurrenten, am Donnerstagabend (Ortszeit)in San Francisco. Oracle hat in den vergangenen drei Jahren für rund 25 Milliarden US-Dollar kleinere Wettbewerber gekauft, um den Abstand zu Marktführer SAP zu verkleinern.

Die Akquisitionen zahlten sich nun aus, sagte Global Equities-Analyst Trip Chowdhry. Mit der Bilanz für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/2008 (bis Ende Mai) übertraf Oracle die Erwartungen der Analysten zum Teil deutlich. Der Gewinn pro Aktie kletterte von 0,18 Dollar auf 0,22 Dollar und der Umsatz um 26 Prozent auf 4,53 Milliarden Dollar.

Besonders erfreulich sei der Absatz neuer Software-Lizenzen, sagte Catz. Dieser wuchs um 35 Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar und damit schneller als zuvor vom Unternehmen angekündigt. Dies sei der größte Zuwachs seit dem Jahr 2000, sagte Catz. Dabei müsse man berücksichtigen, dass das erste Quartal das schwächste im Jahr sei. Viele Entscheidungsträger der Kunden befinden sich in den Sommermonaten im Urlaub, daher ist die Nachfrage nach neuer Software in der Regel geringer.

Für das laufende Quartal stellte Finanzchefin Catz weiteres Wachstum in Aussicht. In den drei Monaten bis Ende November würden die Software-Umsätze um 15 bis 25 Prozent steigen, sagte sie. Beim Gewinn pro Aktie peilt Catz einen Zielkorridor von 0,26 bis 0,27 Dollar an. Ausgaben für Aktienoptionen seien dabei aber nicht berücksichtigt, sagte sie bei einer Telefonkonferenz.

Oracle ist nach der Walldorfer SAP AG der zweitgrößte Anbieter von Unternehmenssoftware. Seit der von Konzernchef Larry Elison eingeleiten aggressiven Akquisitionstour hat sich der Wert der Gesellschaft um 50 Prozent auf 36 Milliarden Dollar erhöht. Seit 2004 hat Oracle über 30 Unternehmen gekauft.

Im nachbörslichen Handel legte die Aktie von Oracle um zehn Cent zu. Bereits im regulären Handel war die Aktie von Oracle mit 21,31 Dollar auf ein neues Jahreshoch geklettert. ( Computerwoche /dpa)

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