8502

Oracle-Panne: Behörde muss warten

25.08.2000 | 17:17 Uhr |

Mindestens dreieinhalb Jahre zu spät ist Oracle mit Lieferung eines Auftrags für den Berliner Senat. Das Datenbanksystem für 15 Millionen Mark für die Berliner Sozialämter sollte bis Mitte 1999 fertig sein. Jetzt ist frühester Termin für die endgültige Umsetzung des neuen Systems erst Ende 2003.

Oracle hat ein Projekt für den Berliner Senat um mindestens dreieinhalb Jahre überzogen. Bis Mitte 1999 sollte das Datenbanksystem für die Berliner Sozialämter fertiggestellt sein. Immerhin ein Auftrag über 15 Millionen Mark. Jetzt ist der früheste Termin für die völlig Umsetzung des neuen Systems Ende 2003.

Das "Basis 3000" genannte Softwarepaket sollte eine alte DOS-Anwendung ablösen, mit der die Sozialämter seit 1993 arbeiten. Der Wartungsvertrag für das Programm läuft gegen Ende des Jahres aus. Der Anbieter, das Prozoz-Institut, will ihn auch nicht mehr verlängern. Mindestens 2,5 Millionen Mark an Lizenzen für eine neuere Windows-Version müssen gezahlt werden, um das Programm weiterhin benutzen zu können, zusätzlich zu einer fälligen Hardware-Aufrüstung und Personalschulung.

"Die Situation ist für niemanden angenehm. Zu den Verspätungen kam es, weil die Spezifikationen geändert wurden, während sie implementiert wurden und das Projekt insgesamt größer wurde." meinte Oracle-Marketingdirektor Claus-Peter Unterberger in einem Gespräch mit der PC-WELT. "Es sind in dem Umfeld sehr viele tendenziöse Aussagen nach oben gekommen. Wichtig ist aber, dass wir [Oracle und der Berliner Senat] im Moment miteinander eine bestmögliche Lösung suchen."

Passenderweise läuft als Wartemelodie in der Oracle-Telefonanlage Totos "Love isn't always on time". (PC-WELT, 25.08.2000, meh)

Clintons Detektive gegen Microsoft (PC-WELT Online, 28.6.2000)

Fax-Irrläufer enthüllt: 80 Prozent Rabatt auf Software (PC-WELT Onine, 1.9.1999)

0 Kommentare zu diesem Artikel
8502