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Oracle-Chef: Linux verdrängt Microsoft aus den Datenzentren

03.04.2003 | 11:49 Uhr |

Larry Ellison, Chef von Oracle, liebt starke Worte. Auf einer Veranstaltung mit Independent Software Vendors (ISVs) blieb er diesem Image treu und prophezeite den Niedergang von Microsoft in den Server-Abteilungen von Unternehmen. Zudem sagte er das Ende für Tausende von IT-Unternehmen voraus.

Larry Ellison, Chef von Oracle, liebt starke Worte. Auf einer Veranstaltung mit Independent Software Vendors (ISVs) blieb er diesem Image treu und prophezeite nach einem Bericht der Computerwoche den Niedergang von Microsoft in den Server-Abteilungen von Unternehmen.

Nicht ganz überraschend geht der erklärte Microsoft-Antipode davon aus, dass Linux Microsofts Produkte aus den IT-Zentralen der Firmen verdrängen wird. In einem Gespräch mit Journalisten des "Wall Street Journal" äußerte sich Ellison zudem zur Zukunft der IT-Branche: Diese werde eine heftige Konsolidierungsphase erleben, in der in den kommenden Jahren Tausende von Herstellern bankrott gehen werden.

Ellison versuchte, Microsofts bevorstehendes Scheitern mit einem Beispiel zu belegen: "Schon einmal hat Microsoft gegen ein Open-Source-Produkt das Nachsehen gehabt und wurde dabei regelrecht geschlachtet und seine Marktdominanz ad absurdum geführt." Ellison bezog sich mit seinem drastischen Vergleich auf den Apache Web-Server, der Microsofts Konkurrenzprodukt Internet-Information-Service-(IIS-)Technologie praktisch bedeutungslos gemacht habe. Ellison verschweigt allerdings, dass der Apache Web-Server bereits am Markt war und sich eine gute Position erarbeitet hatte, als IIS 1996 auf den Plan trat. IIS hat in der Folge nie mehr als 35 Prozent Marktanteil erzielen können.

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