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Operation Bot Roast: US-Behörden erwischen Botnetz-Betreiber

15.06.2007 | 11:35 Uhr |

Im Zuge einer groß angelegten Ermittlungsaktion - genannt Operation Bot Roast - hat die US-Bundespolizei FBI mehrere größere Botnetz-Betreiber erwischt.

Die von der US-Bundespolizei FBI durchgeführte Operation Bot Roast, die zum Ziel hatte Botnetze und deren Betreiber aufzuspüren, war ein Erfolg. Wie das FBI jetzt mitgeteilt hat, wurden mehr als eine Million verseuchter PCs identifiziert. Noch wichtiger allerdings: Die Operation führte zur Festnahme von drei Männern, denen diverse Vergehen respektive Straftaten vorgeworfen werden - angefangen beim Spamming bis hin zum Eindringen in Rechner-Systeme von Krankenhäusern.

Mit Hilfe des CERT Coordination Center an der Carnegie Mellon University versucht das FBI nun, die Besitzer der verseuchten und zu den Botnetzen gehörigen PCs zu benachrichtigen. Damit will man weitere nützliche Daten gewinnen. "Durch diesen Prozess könnte es dem FBI gelingen, weitere Vorfälle aufzudecken, in denen Botnetze genutzt wurden, um andere kriminelle Aktivitäten zu ermöglichen", so die Behörde.

Mit dieser Vorgehensweise konnten die Behörden bereits kürzlich einige größere Erfolge für sich verbuchen: So verhafteten sie dabei beispielsweise den Spammer-König Robert S., dem wegen Betrugs, Identitäts-Diebstahls und Geldwäsche nun 20 Jahre Haft drohen .

Neben ihm haben die Behörden damals auch James B. aus Texas sowie Jason D. aus Kentucky angeklagt. James B. wird laut einer Anklageschrift vorgeworfen in der Zeit von Oktober bis Dezember 2006 mehr als 10.000 Computer weltweit unter seine Konrtolle gebracht zu haben, einschließlich der Systeme von zwei Krankenhäusern. "Die Bots führten dazu, dass die verseuchten Maschinen, unter anderem wiederholt einfroren oder neu booteten, und führten zu siginifikanten Verzögerungen bei der Bereitstellung medizinischer Dienstleistungen", steht in der Anklageschrift. Die Krankenhäuser brauchten über 1000 Arbeitsstunden, um die System wieder in Betrieb zu bekommen. Jason D. wurde angeklagt, ein Botnet betrieben zu haben, mit dem er DDoS-Attacken durchführte.

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