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Microsoft untergräbt immer noch Web-Standards

17.03.2009 | 15:45 Uhr |

Man rechnet mit der finalen Version des IE8 noch in dieser Woche. Für die Vorab-Versionen gab es schon viel Lob hinsichtlich der Einhaltung von Web-Standards. Kritik gibt es allerdings vom Opera-Chef.

Seit Jahren ging Microsoft einen sehr eigenen Weg mit der hauseigenen Render-Engine des Internet Explorer. Rücksicht auf bestehende Web-Standards wurde dabei oft nicht genommen. Darum sind Web-Entwickler oft gezwungen, einen eigenen Design-Zweig nur für den Internet Explorer zu entwickeln. Mit Internet Explorer 8 soll sich einiges ändern und der Browser soll Web-Standards besser einhalten. Aus vielen Ecken gab es bereits Lob für diesen Schritt.

Opera -Chef Jon von Tetzchner ist auch der Meinung, dass sich Microsoft in die richtige Richtung bewegt. Dennoch untergrabe IE8 immer noch Web-Standards. Hauptproblem sei, dass Microsoft IE8-Anwendern erlaubt, für IE6 und 7 optimierte Seiten in einem Kompatibilitätsmodus anzusehen. Dies sei nicht nur schlecht für Firmen wie Opera, die weiterhin Zeit und Geld verschwenden müssen, für IE6 und 7 gebaute Seite mit ihren Browsern zu unterstützen. Damit schade Microsoft auch weiterhin dem Web. Von Tetzchner ist der Meinung, dass Microsoft in der Lage wäre, diese Missstände mit der Herausgabe von IE8 ein für alle Mal zu beseitigen. Weiterhin sei zu erwähnen, dass Microsoft zwar HTML 5 und CSS 2.1 implementiert, aber SVG (Scalable Vector Graphics) außen vor gelassen habe. Mozilla , Google und Opera haben diesen W3C-Standard eingebunden. Das vollständige Interview finden Sie bei den englischsprachigen Kollegen von The Register . ( TecChannel /mha)

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