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Opera-Browser jetzt mit integriertem VPN-Dienst

21.04.2016 | 15:22 Uhr |

Die 4. Staffel von House of Cards auf Netflix anschauen? Geht: Mit dem neuen Opera-Browser mit integriertem VPN-Dienst.

Der Opera-Browser war erst kürzlich in einer Entwicklerversion mit integriertem, nativen Werbeblocker erschienen, der Anwendern ein anonymeres Surfen ermöglichen soll. Jetzt haben die Browser-Macher nochmal nachgelegt: Die neue Opera-Entwicklerversion 38.0.2204.0 enthält einen vollwertigen integrierten VPN-Dienst. Diesen dürfen die Nutzer vollkommen gratis und ohne jegliche Geschwindigkeitslimitierung nutzen. Auch die Menge der übertragenen Datenmengen ist nicht limitiert. Die Daten werden mittels 256-Bit-Verschlüsselung übertragen. Vergleichbare VPN-Dienste kosten normalerweise um die 45 Euro im Jahr.

Opera Software ist damit der erste große Browser-Hersteller, der in seinen Browser ein unbegrenztes und kostenloses VPN integriert. "Wir wollen einen Browser entwickeln, der den Ansprüchen von 2016 entspricht", heißt es in der Ankündigung von Opera Software.

In der Mitteilung betont Opera auch, dass das im Opera-Browser integrierte VPN zwar kostenlos sei, aber die gleichen Funktionen wie kostenpflichtige VPNs biete. Sprich: Die Nutzer können mit einem Mausklick ihre IP-Adresse verschleiern und Firewalls und Website-Sperren umgehen. Ohne dabei Nachteile bei der Surfgeschwindigkeit hinnehmen zu müssen.

In der Entwicklerversion von Opera können die drei virtuellen Standorte Deutschland, USA und Kanada ausgewählt werden. Sobald die VPN-Funktion auch in die stabile Version von Opera integriert wird, werden auch mehr Standorte verfügbar sein.

Der VPN-Dienst ist in Opera nicht standardmäßig aktiv. In den Einstellungen kann er unter "Datenschutz & Sicherheit" und "VPN" mit einem Haken bei "Enable VPN" aktiviert werden.  Dort wird auch verraten, dass der Dienst über das Opera-Software-Unternehmen SurfEasy angeboten wird. Opera Software hatte das kanadische Unternehmen SurfEasy vor einem Jahr übernommen.

Nach der Aktivierung des VPN-Dienstes erscheint in der Adresszeile ein "VPN"-Icon. Nach einem Klick darauf erfährt der Nutzer, wie viele Daten bisher über VPN übertragen wurden und kann auch seinen virtuellen Standort ändern.

Ändert man seinen virtuellen Standort auf "USA", dann kann man die erwarteten Dinge tun. Etwa bei Netflix die vierte Staffel von House of Cards anschauen. Oder Hulu ausprobieren. Dabei spielt aber auch das Glück eine Rolle. Es kommt darauf an, welche US-IP-Adresse der Nutzer vom VPN-Dienst zugewiesen wird. Bei zwei von drei Versuchen scheiterte das Abspielen einer House-of-Cards-Folge der vierten Staffel. Dann ging es plötzlich, aber mit nicht allzu hoher Streamingqualität. Zumindest bei unseren Tests reduzierte sich nämlich bei aktiviertem VPN-Dienst die Surf-Geschwindigkeit merklich. Das könnte auch mit dem Start der neuen Funktion zusammenhängen und sich bald ändern.

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