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Opera soll für 1,2 Milliarden Euro nach China verkauft werden

10.02.2016 | 15:07 Uhr |

Der traditionsreiche Browser aus Norwegen könnte bald verkauft werden. Alle Zeichen sprechen dafür.

Opera fristet neben Google Chrome, Mozilla Firefox und Microsofts Internet Explorer ein Nischen-Dasein. Seit Version 15 verzichten die Norweger außerdem auf die Weiterentwicklung ihres eigenen Browser-Herzstücks und setzen stattdessen auf den Open-Source-Zweig von Chrome: Chromium. Nun soll Opera Software ein Kaufangebot aus China bekommen haben. Ein Investmendfonds aus dem Reich der Mitte will 1,2 Milliarden Euro für die Übernahme zahlen. Unter Verweis auf eine Opera-Mitteilung berichtet der Spiegel, dass der Aufsichtsrat das Angebot bereits einstimmig angenommen habe.

Denn das Angebot liegt 56 Prozent über dem Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage der Opera-Aktie. Großaktionäre, die ungefähr 33 Prozent der Aktien halten, sollen das Angebot bereits angenommen haben. Auch aus der Chef-Etage gibt es positive Signale. Man suche Partner für das Unternehmen, um an den Erfolg von Riesen wie Facebook und Google anzuschließen, heißt es.

Opera existiert schon seit dem Jahr 1996. Aber erst Ende 2000 wurde der Browser kostenfrei verfügbar – solange der Nutzer dafür Extra-Werbung in Kauf nahm. Ab 2005 fiel auch diese Barriere und Opera war Freeware. Die frühen Versionen machten beispielsweise wegen der Tabs im Browser (andere Browser konnten das damals noch nicht) von sich reden und standen im Ruf, sehr schnell zu sein. Später kamen zahlreiche Funktionen hinzu, die dann schon von Haus auf im Browser integriert waren – und in jüngerer Vergangenheit wieder gestrichen wurden. Etwa ein eingebauter Mail-Client oder der Torrent-Client. Doch so sehr Opera sich auch bemühte – auf dem westlichen Markt konnte man keine breiten Nutzerschaften für sich gewinnen. Auf dem Smartphone-Markt sah es zunächst anders aus – doch auch hier erwiesen sich Safari, Chrome und Firefox als starke Konkurrenz.

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