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Opera 40: Gratis-VPN-Dienst und weitere Neuerungen

20.09.2016 | 10:01 Uhr |

Opera 40 ist ab sofort verfügbar und bringt als spannendste Neuerung einen integrierten, unlimiterten VPN-Dienst mit.

Opera Software liefert ihren Browser Opera 40 ab sofort aus. Die wichtigste Neuerung: Der bisher seit April nur in der Entwicklerversion integrierte vollwertige und kostenlose VPN-Dienst findet nun seinen Weg in die Opera-Version für alle Nutzer.

Der VPN-Dienst kann vollkommen gratis und ohne jegliche Geschwindigkeitslimitierung nutzen. Auch die Menge der übertragenen Datenmengen ist nicht limitiert. Die Daten werden mittels 256-Bit-Verschlüsselung übertragen. Vergleichbare VPN-Dienste kosten normalerweise um die 45 Euro im Jahr.

Opera Software ist damit der erste große Browser-Hersteller, der in seinen Browser ein unbegrenztes und kostenloses VPN integriert. Ziel sei es, VPNs auch Nutzern anzubieten, die die bisherige Verwendung ähnlicher VPN-Dienste als zu kompliziert empfunden haben, erklärt Krystian Kolondra, Chef der Browser-Entwicklung bei Opera Software, in einem Blog-Eintrag.

Die Nutzer können über den VPN-Dienst mit einem Mausklick ihre IP-Adresse verschleiern und Firewalls und Website-Sperren umgehen. Ohne dabei Nachteile bei der Surfgeschwindigkeit hinnehmen zu müssen. Dabei kann unter den fünf virtuellen Standorten Deutschland, USA, Kanada, Niederlande und Singapur ausgewählt werden. Es ist auch keinerlei Login notwendig, so dass keinerlei Informationen über das Surfverhalten bei der Nutzung gespeichert werden.

Opera 40: So aktivieren Sie den VPN-Dienst

Hier kann in Opera 40 die neue Funktion aktiviert werden
Vergrößern Hier kann in Opera 40 die neue Funktion aktiviert werden

Der VPN-Dienst ist in Opera nicht standardmäßig aktiv. In den Einstellungen kann er unter "Datenschutz & Sicherheit" und "VPN" mit einem Haken bei "VPN aktivieren" eingeschaltet werden. Dort wird auch verraten, dass der Dienst über das Opera-Software-Unternehmen SurfEasy angeboten wird. Opera Software hatte das kanadische Unternehmen SurfEasy vor einem Jahr übernommen.

Nach der Aktivierung des VPN-Dienstes erscheint in der Adresszeile ein "VPN"-Icon. Nach einem Klick darauf erfährt der Nutzer, wie viele Daten bisher über VPN übertragen wurden und kann auch seinen virtuellen Standort ändern.

Wie bereits oben erwähnt, stehen fünf Standorte zur Auswahl. Das sind zwei mehr (Niederlande und Singapur) als noch bei der Entwicklerversion. Hinzu kommt der Auswahlpunkt "Optimaler Standort", bei dem Opera automatischen den aktuell für den Nutzer optimalen Server-Standort auswählt und dabei unter anderem die Netzwerk-Geschwindigkeit, die Latenz und die Server-Kapazitäten berücksichtigt.

Opera Software weist ausdrücklich darauf hin, dass der im Browser integrierte VPN-Dienst nur den während der Nutzung des Browsers anfallenden Datenverkehr absichert.

Für Android  war übrigens mit der Gratis-App Opera VPN erst kürzlich ein kostenloser VPN-Dienst erschienen.

Opera 40: Die weiteren Neuerungen und Verbesserungen

Opera 40 enthält noch eine Vielzahl weiterer neuer Funktionen. Dazu gehört die automatische Energiesparfunktion. Mit Opera 38 war die Energiesparfunktion eingeführt worden, die beim Einsatz des Browers auf mobilen Rechnern den Akku schonen soll. Über die neue Funktion wird die Energiesparfunktion nun automatisch aktiviert, sobald das mobile Gerät nicht an einer Steckdose aufgeladen wird. Außerdem wurden neue Energiesparmodi hinzugefügt und es wird in der Opera-Oberfläche die geschätzte verbleibende Akku-Laufzeit angezeigt.

Die entsprechende Funktion lässt sich unter "Browser, Energiesparmodus" und einem Haken bei "Akkuladung automatisch sparen" aktivieren. Wobei hier dann noch ausgewählt werden kann, ob die Funktion immer im Akkubetrieb aktiv wird oder erst ab einer gewissen Akkuladung.

Neu hinzu kommt außerdem die Unterstützung von Googles Chromecast. Dazu muss allerdings zunächst die passende Chrome-Erweiterung für Opera heruntergeladen und installiert werden. Anschließend ist es dann möglich, die Google-Cast-Erweiterung vom Chrome-Marktplatz zu installieren. Sobald das alles erledigt ist, steht der Nutzung von Chromecast nichts mehr im Wege.

Und das gibt es noch:

  • Die Video-Pop-Out-Funktion unterstützt nun mehr Video-Dienste

  • Der in Opera integrierte Newsreader unterstützt nun RSS-Feeds

  • Die Browser-Engine wurde aktualisiert und Opera 40 verwendet nun Chromium 53.0.2785.101

Download: Opera 40

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