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Opera 27 mit optimierter Navigation

28.01.2015 | 14:37 Uhr |

Die erste neue Opera-Version dieses Jahres schließt etliche Sicherheitslücken. Die Opera-Entwickler haben außerdem an der Bedienung der visuellen Navigationselemente gefeilt, etwa an der Tab-Vorschau.

Mit Opera 27 vollzieht die norwegische Browser-Schmiede Googles Schritt zu Chrome 40 nach. Seit Opera 15 basiert der Browser auf der quelloffenen Chromium-Plattform, geht jedoch bei der grafischen Oberfläche eigene Wege. Unter der Motorhaube hinkt Opera dem großen Bruder Chrome stets ein wenig hinterher. So basiert Opera 27.0.1689.54 noch auf Chromium 40.0.2214.91 aus der letzten Woche, während Chrome bereits bei Version 40.0.2214.93 angekommen ist.

Die Google-Entwickler haben in der ersten Ausgabe von Chrome 40 mehr als 60 Sicherheitslücken gestopft. Zweifellos dürften etliche dieser Lücken auch Opera betreffen – wie viele und welche genau bleibt jedoch unklar. Opera enthält etwa den integrierten PDF-Betrachter PDFium , in dem die Google-Entwickler zuletzt mehrere Schwachstellen beseitigt haben.

Lieber gehen die Opera-Entwickler auf ihre eigenen Beiträge zum Gesamtergebnis ein. So beschreibt Zhenis Beisekov im Blog der Desktop-Entwickler die Optimierung der Navigationshilfen, die Opera 27 mitbringt. Demnach haben seine Kollegen und er die Nutzung der Funktionen Schnellwahl (Speed Dial), Lesezeichen und Discover optimiert. Die kombinierte URL- und Suchleiste soll mehr Platz bieten und stets Klarheit darüber schaffen, wo im Web man sich gerade befindet.

Auch die Tab-Vorschau ist wieder da. Während Firefox unter Windows die Taskleiste des Betriebssystems für Vorschaubildchen der geöffneten Tabs im Format einer Streichholzschachtel nutzt, zeigt Opera bei Überstreichen eines Hintergrund-Tab eine Vorschau, deren Größe etwa 50 Prozent der Originalseite beträgt. Sind mehr Tabs geöffnet als am oberen Fensterrand Platz haben, hilft ein kleines Symbol in der rechten oberen Ecke weiter. Wenn Sie dieses anklicken, klappt eine Liste der geöffneten Tabs aus, die ebenfalls eine großflächige Vorschau bietet.

Bereits seit Version 24 unterstützt Opera Googles Pepper API (PPAPI) für Browser-Plugins. Neu ist dabei, dass Opera nun Benutzer dazu ermuntern soll den Flash Player in der PPAPI-Variante zu installieren. Bislang nutzt Opera, wie Firefox , den Flash Player in der NPAPI-Fassung, also auf Basis der alten Netscape-Schnittstelle. Wenn das PPAPI-Plugin allerdings bereits installiert war, hat Opera es bevorzugt.

Mit Opera 27 erhalten Sie eine spannende Alternative zu den Platzhirschen Internet Explorer, Firefox und Chrome. Opera bietet einige interessante Funktionen, die Sie bei den Mitbewerbern so nicht finden.

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