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Openoffice.org leidet unter Mangel an Entwicklern

19.04.2005 | 13:59 Uhr |

Open Source gleich heile Welt? Von wegen. Auf dem jährlich stattfindenden Kongress der Entwickler von Openoffice.org äußerte einer der wenigen freien Entwickler Kritik. Demnach seien zu wenig Entwickler an dem Projekt beteiligt, so dass die Weiterentwicklung dadurch gehemmt werde.

An einem Mangel an Entwicklern leidet nach Ansicht eines der Entwickler Ken Foskey das gesamte Projekt Openoffice.org. Die Kritik äußerte er laut einem Bericht unserer australische Schwesterpublikation Computerworld auf der jährlich stattfindenden "Openoffice.org Miniconference" in Canberra.

Die Weiterentwicklung und die Implementierung neuer Funktionen in das Open-Source-Office-Paket würden durch einen "monolithischen" Code und die geringe Zahl an Entwicklern gehemmt. Zudem sei der größte Teil der Entwickler durch Sun Microsystems kontrolliert. So die Kritik des zu den freien Entwicklern gehörenden Ken Foskey.

Sun Microsystems stellt mit 50 Entwicklern in Deutschland die größte Zahl an Entwicklern. Hinzu kommen etwa 10 von Novell und vier aktive Programmierer aus der Community. Demnach sei laut Foskey das größte Problem für Openoffice.org die zu geringe Anzahl an Entwicklern im Vergleich zu der Größe des Programmcodes von Openoffice.org.

"Es sind 10 Millionen Zeilen Code und es bedarf schon großen Aufwand, das Teil zu kompilieren", sagte Foskey und forderte die Einbeziehung von mehr Entwicklern aus der Community. Diese sollten allerdings nicht einfach sagen "Ich will an Openoffice" arbeiten, sondern sich auf einen Teil des Projekts konzentrieren. "Die Code Basis reicht von gut bis 20 Jahre alt. Man muss kein Raketen-Wissenschaftler sein, um an Openoffice mitzuarbeiten, aber es würde verdammt helfen", so Foskey.

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