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Express zur Teamarbeit

Die Linux-basierte Groupware Open-Xchange Express Edition verspricht vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen eine effizientere Kommunikation und Zusammenarbeit im Team.

Von Christian Egle

Man nehme und integriere eine Reihe bewährter Open-Source-Werkzeuge und packe diese unter eine grafische Benutzer- und Administrationsoberfläche. Fertig ist eine Komplettlösung, die sich ohne spezielles technisches Know-how installieren und betreuen lässt, und somit bestens geeignet ist für Kleinunternehmen, die ihre IT-Infrastruktur in Eigenregie betreiben wollen. Das ist die Idee hinter Open-Xchange Express Edition, kurz OX EE.

Zu viele E-Mails reduzieren die Effizienz

Richtig ist, dass E-Mail unsere Kommunikation in weniger als einem Jahrzehnt komplett umgekrempelt hat. Gegenüber Post und Fax ein Quantensprung. Doch jetzt droht das Ganze zu kippen. Mehr als 15 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen Mitarbeiter mittlerweile mit E-Mail, und die Stimmen derer mehren sich, die nach eigener Einschätzung zu viel Zeit mit nutzlosen Mails vergeuden. Insbesondere bei der gemeinsamen Bearbeitung von Dokumenten und der Abstimmung von Terminen versagt E-Mail regelmäßig. Spätestens jetzt lohnt ein Blick auf die Möglichkeiten einer Groupware.

OX EE deckt nicht nur den Bereich E-Mail ab, sondern verwaltet auch Adressen, Termine, Aufgaben, Dokumente und Wissenseinträge. Es nutzt dabei das seitens Microsoft Exchange beziehungsweise Outlook etablierte Konzept der 'Shared Folder': Termine, Adressen und Aufgaben können so in persönlichen oder für alle Anwender zugänglichen globalen Ordnern angelegt werden. Zusätzlich können ausgewählten Nutzern Lese- und/oder Schreibrechte für persönliche Ordner eingeräumt werden.

Schnelle Bedienerführung dank AJAX-Technik

Als Benutzeroberfläche bietet OX EE die Wahl zwischen einem Web-Frontend und Microsoft Outlook. Das Web-Frontent wurde von Open-Xchange mit Hilfe von AJAX-Technologien entwickelt. AJAX steht für 'Asynchronous JavaScript and XML' und bezeichnet ein Konzept zur asynchronen Datenübertragung zwischen Server und Browser. Dadurch kann innerhalb einer HTML-Seite eine HTTP-Anfrage durchgeführt werden, ohne dass dazu die komplette Seite neu geladen werden muss.

Die Auswirkungen für den Anwender sind gravierend. Webanwendungen reagieren mit AJAX wesentlich schneller auf Benutzereingaben und erwecken so den Eindruck, als würden sie gänzlich auf dem Computer des Anwenders ausgeführt. Mehr noch: Damit lassen sich auch bei Webanwendungen gelernte und lieb gewonnene Funktionen wie 'Drag-und-Drop' und 'Rechte-Maustaste-Menüs' implementieren – was in den nächsten Jahren entscheidend zur weiteren Verbreitung von Webapplikationen beitragen wird.

Die Nutzung des Web-Frontends setzt eine Internetverbindung zum Open-Xchange Server voraus, bietet jedoch unabhängig vom Rechner Zugriff auf alle Informationen. Ideal, um beispielsweise am Abend von der Workstation zu Hause noch mal schnell die Firmen-E-Mail zu bearbeiten.

Wer jedoch viel mit dem Laptop unterwegs ist, wird die Möglichkeit zur Nutzung eines Offline-Clients wie Outlook schätzen. E-Mails, Adressen und Aufgaben sind damit zusätzlich auf dem Laptop gespeichert und können jederzeit auch ohne Netzanschluss bearbeitet werden. Mit der nächsten Verbindung zum Open-Xchange Server werden die Änderungen übertragen. Den 'OXtender', der für die Synchronisierung mit Outlook sorgt, gibt es exklusiv nur mit dem Kauf von OX EE. Für den externen Zugang unterstützt die Lösung den Zugriff über SSL-Verschlüsselung, womit ein sicherer Zugriff auf unternehmensinterne Daten von einem beliebigen PC möglich ist.

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