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Open Source gegen Microsoft

17.05.2001 | 11:10 Uhr |

Microsoft hat in letzter Zeit vielfach gegen die Open-Source-Gemeinde polemisiert. Die Antwort der Open-Source-Gurus ließ demzufolge nicht lange auf sich warten. Zehn Protagonisten veröffentlichten nun eine gemeinsame Stellungnahme gegen die Microsoft-Angriffe.

Microsoft hat in letzter Zeit vielfach gegen die Open-Source-Gemeinde polemisiert. Die Antwort der Open-Source-Gurus ließ demzufolge nicht lange auf sich warten. Zehn Protagonisten veröffentlichten nun eine gemeinsame Stellungnahme gegen die Microsoft-Angriffe.

"Free Software Leaders stand together" heißt das Papier, in dem die GNU General Public License (GPL) verteidigt wird. Die GPL würde die Strategie bedrohen, mit der Microsoft sein Monopol schützen wolle. "Microsoft behauptet, freie Software führe zur inkompatiblen Code-Aufspaltung. Der wirkliche Motor der Inkompatibilität ist jedoch Microsoft selbst: Sie machen absichtliche neue Versionen inkompatibel mit älteren, damit die Nutzer jedes Upgrade kaufen müssen" heißt es in dem Papier.

Die GPL würde entgegen den Behauptungen des Redmonder Software-Giganten kein Unternehmen dazu zwingen, ihre gesamte Software kostenlos zugänglich zu machen. Zudem würde Microsoft-Lizenzpolitik Innovationen am Softwaremarkt behindern. "Verstöße gegen Microsoft-Lizenzen haben zu Zivilprozessen und Haftstrafen geführt. Versehentliche GPL-Verletzungen sind schnell aus der Welt geschafft und landen kaum vor Gericht" fahren die Open-Source-Verfechter fort.

Unterschrieben ist das Papier von Bruce Perens, dem Open-Source-Beauftragten von Hewlett-Packard und ehemaligen Koordinator von Debian Linux sowie von neun weiteren Mitstreitern - unter anderem Linus Torvalds (Initiator des Linux-Kernels) und Bob Young (Red Hat).

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