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Dell will Linux-Angebot ausbauen

15.04.2008 | 12:19 Uhr |

Seit rund einem Jahr verkauft Dell Rechner mit vorinstalliertem Ubuntu Linux an Endanwender. Jetzt hat sich Dell zur Entwicklung dieser Marktnische geäußert: Der Verkauf sei erfolgreich, das Angebot würde ausgebaut.

Die Masse der Rechner und Notebooks von Dell läuft mit Windows. Doch seit zirka einem Jahr bietet das US-Unternehmen auch Geräte mit vorinstalliertem Ubuntu Linux an. Dieses Angebot scheint von den Konsumenten durchaus angenommen zu werden, wie Dell-Manager jetzt erklärten. Dell will demnach das Linux-Angebot sogar auf weitere PC-Modelle ausdehnen.

Die Dell-Verantwortlichen bezeichneten den Abverkauf der mit Linux bestückten PCs und Notebooks als ermutigend, exakte Zahlen wollte Dell jedoch nicht nennen. Man würde das Angebot aber nicht fortführen und sogar ausbauen, wenn die Verkaufszahlen nicht positiv wären, legten die Dell-Verantwortlichen nach.

Bereits im Jahr 1999 begann Dell mit dem Verkauf von Linux-Geräten, damals handelte es sich um Server mit Red Hat-Linux und um Endkunden-orientierte Notebooks mit Red Hat. Doch die Nachfrage blieb enttäuschend, das Angebot für Endkunden verschwand vom Markt, Linux-Server verkaufte Dell aber weiterhin.

Derzeit verkauft Dell im deutschen Online-Shop für Endkunden zwei verschiedene Notebook-Modelle, die sich wie gehabt nach Wunsch konfigurieren lassen. Außerdem hat Dell für den hiesigen Markt einen Linux-PC im Angebot . Endkunden finden die Linux-Modelle unter der Rubrik "Open Source-Computer (Linux)".

Linux ist für Dell auch noch aus einem anderen Grund ein wichtiges Thema: Dell will nämlich auch bei den neuen Mini-Notebooks, den Mobile Internet Devices (MID), mitmischen. Und hat bereits eine erstes Modell angekündigt . Ob auf dem Gerät Linux als Betriebssystem zum Einsatz kommt, ist zwar noch nicht bekannt. Linux ist allerdings für viele Hersteller von MIDs die erste Wahl.

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