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Opel ruft Insignia wegen Motorproblem zurück (Update 17:10 Uhr)

24.07.2013 | 17:13 Uhr |

Viele Opel-Insignia-Fahrer bekommen bald Post von Opel oder wurden bereits angeschrieben. Weil Opel im Rahmen einer außerplanmäßigen Servicemaßnahme ein Problem beheben will, das im schlimmsten Fall zu einem Motorschaden führen kann. Update 17:10 Uhr: Opel hat das Problem näher erläutert.

61.000 Opel Insignia aus den Baujahren 2009 bis 2012 müssen außerplanmäßig in die Werkstatt. Weil die Steuerungssoftware des 2-Liter-Turbodiesel-Motors einen Fehler aufweist. Im schlimmsten Fall könne der Motor Schaden nehmen, wie Opel erklärte.

Die Opel-Werkstatt benötigt rund 30 Minuten, um das Software-Update aufzuspielen. Damit sollte das Problem dann behoben sein.
Opel schreibt die betroffenen Fahrzeughalter an. Wer allerdings bereits ein Problem wie beispielsweise einen Leistungsabfall bei seinem Opel Insignia mit 2-Liter-Turbodiesel aus dem genannten Zeitraum bemerkt, sollte bald eine Werkstatt ansteuern und überprüfen lassen, ob sein Wagen von dem Problem betroffen ist.

Update 17:10 Uhr: Stellungnahme von Opel

Uwe Deller, Leiter Technik-Kommunikation Europa von Opel, erklärte auf unsere Anfrage: „Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht um einen Rückruf, sondern um eine Servicemaßnahme zur Qualitätssicherung in deren Zuge wir unsere Kunden seit Juni sukzessive benachrichtigen. Der Anlass für die Maßnahme ist, dass die Motorkontrolleinheit bei einigen Insignia-Fahrzeugen der Modelljahre 2009-2012, die mit dem 2.0 Liter Dieselmotor ausgestattet sind, einen Kalibrierfehler aufweisen kann. Insgesamt sind uns 41 Fälle aus dem Feld bekannt. Die Fahrer bemerken dies z.B. durch das Aufleuchten der Service-Kontrollleuchte oder durch einen Leistungsabfall des Motors. Eventuell könnte der Fehler zu einer Schädigung des Motors führen. Die für die Kunden selbstverständlich kostenlose Servicemaßnahme wird durch Aufspielen einer neuen Software bei unseren Partnerbetrieben vorgenommen und beansprucht lediglich rund 30 Minuten. In Deutschland erfolgt die Servicemaßnahme an ca. 61.000 Fahrzeugen.“

Rückrufe und "Service-Maßnahmen" ohne Ende

Erst Anfang Juli rief Toyota weltweit 185.000 Autos zurück . Kurz zuvor im Mai mussten weltweit 242.000 Toyotas in die Werkstätten. Auch Ford musste mehrere 100.000 Fahrzeuge zurückrufen, allerdings nur in den USA. Mercedes hatte vor einiger Zeit einen Rückruf für die aktuelle A-Klasse wegen Airbag-Problemen gestartet. Davor gab es einen Rückruf von Nissan wegen Lenkrad-Problemen. Mitte Mai gab es einen Rückruf bei VW, Skoda und Seat wegen Airbag-Problemen. Zuvor musste VW einen großen Rückruf wegen Problemen mit dem DSG starten. Aufgrund von Elektronik-Problemen mussten rund 5.500 Mazda5- und Mazda6-Modelle von Deutschlands Straßen in die Werkstatt. Die Fiat-Tochter Jeep rief verschiedene Geländewagen-Modelle in die Werkstätten, weil diese aufgrund eines Fehlers in der Automatik ungewollt losfahren konnten. Mercedes rief den Citan wegen Problemen mit dem Seiten-Airbag zurück. Vorausgegangen war ein für Mercedes desaströs verlaufender Crashtest dieses Modells. BMW (das zuletzt vor allem in den USA dadurch auffiel, dass viele Fahrzeuge für "Service-Maßnahmen" außerplanmäßig in die Werkstätten mussten) musste 64.000 ältere 3er-Modelle wegen defekter Airbags zurückrufen, Toyota, Nissan, Mazda und Honda starteten aus dem gleichen Grund Mitte April einen Riesenrückruf. Und wieder einige Zeit vorher riefen Kia und Hyundai weltweit weit über eine Million Fahrzeuge zurück.

 

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