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Opel IntelliLink bekommt Touchpad und Sprachsteuerung

29.07.2013 | 13:51 Uhr |

Opel bringt im Herbst mit dem neuen Insignia auch ein neues Infotainmentsystem in den Handel. Das neue IntelliLink kommt mit Touchpad, Sprachsteuerung, Lenkradfernbedienung und 8-Zoll-Farb-Touchscreen.

Auf der 65. Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (12. bis 22. September 2013) stellt Opel den neuen Insignia und den neuen Insignia Country Tourer vor. Beide Fahrzeuge können mit einem neuen Infotainment-System ausgestattet werden. Die neue Infotainment-Generation ist Teil der IntelliLink-Familie, die Opel Anfang 2013 im Opel Adam eingeführt hat. Gegenüber der Lösung im Kleinstwagen Adam hat Opel IntelliLink in seinem Top-Modell Insignia aber noch einmal erweitert. Unter anderem ist im Insignia ein Navigationsgerät fest integriert – im Adam muss ein Smartphone-App als Navi dienen. Und der Insignia besitzt zusätzlich zum Touchscreen noch ein separates kleines Touchpad sowie eine Sprachsteuerungsfunktion.

Opel IntelliLink im Praxis-Test

Im Insignia hat der Fahrer die Auswahl zwischen vier unterschiedlichen Bedienmöglichkeiten: Touchscreen, Touchpad, Lenkradtasten und Sprachsteuerung.

Touchscreen

Der Bildschirm des IntelliLink-Systems. Das Cockpit des neuen Opel Insignia mit neuer Infotainment-Generation, vereinfachtem Bedienfeld und acht Zoll großem Farb-Touchscreen.
Vergrößern Der Bildschirm des IntelliLink-Systems. Das Cockpit des neuen Opel Insignia mit neuer Infotainment-Generation, vereinfachtem Bedienfeld und acht Zoll großem Farb-Touchscreen.
© Opel

So lässt sich das neue System Navi 900 Europa Touch komplett über einen acht Zoll großen Farb-Touchscreen per Fingertipp steuern. Vom Startbild aus kann der Fahrer auch per Tastendruck am Lenkrad, Sprachsteuerung und mittels des Touchpads zu den Kernfunktionen und Untermenüs wie Radiosender, Musiksammlung, Smartphone-Verbindung und 3D-Navigationskarte gelangen.

Laut Opel kann der Fahrer bis zu 60 Favoriten nach persönlichem Geschmack und Nutzen speichern. Und sich seine Favoriten aus Radiosendern, Navigation, Telefon und Unterhaltungsmedien individuell zusammenstellen – so kann man beispielsweise den meistgehörten Radiosender im Display direkt neben der wichtigsten Telefonnummer platzieren, die wiederum nur einen Fingertipp von der im Navi-Verzeichnis gespeicherten Geschäftsadresse entfernt ist.

Der Touchpad. Handschriftliche Großbuchstaben – zum Beispiel auf der Suche nach einem Musiktitel im Datenspeicher oder einem Ort im Navigationssystem – können auf dem Touchpad eingegeben werden.
Vergrößern Der Touchpad. Handschriftliche Großbuchstaben – zum Beispiel auf der Suche nach einem Musiktitel im Datenspeicher oder einem Ort im Navigationssystem – können auf dem Touchpad eingegeben werden.
© Opel

Infotainment mit Touchpad

Den neuen Touchpad hat Opel in die Mittelkonsole integriert. Die Platzierung ähnelt der bei Audi und BMW, nur dass bei den beiden bayerischen Premium-Herstellern das Touchpad nicht separat eingebaut ist, sondern auf dem jeweiligen Hauptbedienelement Platz gefunden hat: Beim neuen ConnectedDrive von BMW auf dem iDrive (so wie erstmals im neuen 5er vorgestellt) und beim Audi A3 auf dem MMI touch.

Die berührungsempfindliche Oberfläche des IntelliLink Touchpads erkennt Handschriften und reagiert auf Fingerbewegungen, gibt dabei durch ein kurzes Vibrieren eine spürbare Rückmeldung und soll die Bedienung der neuen Infotainment-Generation deutlich erleichtern, ohne die Aufmerksamkeit vom Verkehrsgeschehen abzulenken.

Eine neue Möglichkeit um auf das Infotainment-System des neuen Opel Insignia zuzugreifen, bietet das in die Mittelkonsole integrierte Touchpad. Zum Bewegen des Cursors auf dem Bildschirm ist gerade einmal ein Finger nötig, gefolgt von einem kurzen Druck auf das Touchpad zum Öffnen des angewählten Menüpunkts. Mit einer Zweifinger-Wischgeste kann der Fahrer zum Beispiel zwischen den Audioquellen wechseln und streicht er mit drei Fingern über die Touchpad-Oberfläche, öffnet sich die Favoritenliste.
Vergrößern Eine neue Möglichkeit um auf das Infotainment-System des neuen Opel Insignia zuzugreifen, bietet das in die Mittelkonsole integrierte Touchpad. Zum Bewegen des Cursors auf dem Bildschirm ist gerade einmal ein Finger nötig, gefolgt von einem kurzen Druck auf das Touchpad zum Öffnen des angewählten Menüpunkts. Mit einer Zweifinger-Wischgeste kann der Fahrer zum Beispiel zwischen den Audioquellen wechseln und streicht er mit drei Fingern über die Touchpad-Oberfläche, öffnet sich die Favoritenliste.
© Opel

Der Cursor wird mit einem Finger bewegt, gefolgt von einem kurzen Druck auf das Touchpad zum Öffnen des angewählten Menüpunkts. Mit einer Zweifinger-Wischgeste kann der Fahrer zum Beispiel zwischen den Audioquellen wechseln und streicht er mit drei Fingern über die Touchpad-Oberfläche, öffnet sich die Favoritenliste. Außerdem lässt sich die Landkarte des Navisystems zoomen, indem man wie bei einem Smartphone Finger und Daumen zusammen- oder auseinanderzieht. Auch handschriftliche Großbuchstaben – zum Beispiel auf der Suche nach einem Musiktitel im Datenspeicher oder einem Ort im Navigationssystem – können auf dem Touchpad eingegeben werden (wie auch auf dem MMI touch von Audi). Dabei reicht der erste per Hand eingegebene Buchstabe aus, um im Navi eine Liste von zuvor gespeicherten Adressen aufzurufen, wie die Rüsselheimer betonen.

Alle Bedienelemente von IntelliLink im Überblick. Der Fahrer die Auswahl zwischen vier unterschiedlichen Bedienmöglichkeiten. So lässt sich das neue System über einen acht Zoll großen Farb-Touchscreen per Fingertipp, aber auch per Tastendruck am Lenkrad, Sprachsteuerung oder mittels des Touchpads steuern.
Vergrößern Alle Bedienelemente von IntelliLink im Überblick. Der Fahrer die Auswahl zwischen vier unterschiedlichen Bedienmöglichkeiten. So lässt sich das neue System über einen acht Zoll großen Farb-Touchscreen per Fingertipp, aber auch per Tastendruck am Lenkrad, Sprachsteuerung oder mittels des Touchpads steuern.
© Opel

Navigationssystem

Für die Suche nach einer Straße im derzeitigen Aufenthaltsort muss der Fahrer nur den entsprechenden Straßennamen eingeben. Befindet sich die gesuchte Straße in einer anderen Stadt, wird diese direkt dahinter eingetippt. Die Angabe des Landes an dritter Stelle ist immer dann nötig, wenn sich das Ziel auch wirklich in einem anderen als dem aktuellen Land befindet. Die Eingabe der Begriffe erfolgt dabei ohne Punkt und Komma, nur durch Leerzeichen voneinander getrennt. Die Straßenkarte für über 30 europäische Länder lässt sich dann als 2D- oder 3D-Grafik darstellen.

Smartphone-Anbindung

Sobald der Fahrer sein Mobiltelefon mit dem Infotainment-System via Bluetooth verbunden hat lassen sich viele Smartphone-Inhalte über den Farb-Touchscreen in der Mittelkonsole anzeigen. Dazu zählen nicht nur Telefon- und Musiklisten, auch auf dem Smartphone gespeicherte Filme können über den acht Zoll großen Monitor im Insignia angesehen werden – allerdings nur, solange das Fahrzeug steht.

Lenkradtasten und Sprachsteuerung

Zusätzlich zur Tasten-, Touchscreen- und Touchpad-Bedienung in der Mittelkonsole kann der Insignia-Fahrer das Infotainment-System über neu gestaltete, übersichtlich geordnete Lenkradtasten sowie per Sprachbefehl dirigieren. Auf diese Weise können per Sprachbefehl Adressen im Navi genauso eingegeben wie gespeicherte Lieder abgespielt oder Freunde via Smartphone angerufen werden. Diese Sprachsteuerung hatten wir beim Test den IntelliLink-Systems im Opel Adam noch schmerzlich vermisst. Eine ähnlich umfassende Sprachsteuerung gibt es auch bei Audi Connect, BMW ConnectedDrive und bei Toyota Touch & Go Plus.

Die Hände bleiben so stets sicher am Lenkrad und der Blick auf die Straße gerichtet. In den Insignia-Ausstattungslinien Sport und Innovation zählt das Infotainment-System Navi 900 Europa Touch zur Serie-Ausstattung, bei Insignia Selection und Edition ist es für 1200 Euro bestellbar.

Das bis zu acht Zoll große Farbdisplay in der Mittelkonsole ist das zentrale Anzeige-Instrument für das Infotainmentsystem. Hier findet der Fahrer alle Informationen zu Navigation, Smartphone-Nutzung und Audioangebot. Das dazu passende Klangerlebnis soll ein Bose Sound-System für 580 Euro sicherstellen. Mit bis zu neun Lautsprechern, zwei Subwoofern, vier Breitband-Lautsprechern, Hochtönern und digitalem Sound Prozessor.

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