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Web 2.0 für Banken uninteressant

22.06.2008 | 16:06 Uhr |

Die deutsche Bankenwirtschaft misst den interaktiven Webtechnologien nur eine geringe Bedeutung bei. Der Mehrwert von Blogs, Chats oder Wikis sei für die Kunden bisher noch unklar.

Das für den Fortschritt in der Internettechnologie stehende Web 2.0 scheint für die Bankwirtschaft uninteressant zu sein. Nur jede achte Fach- und Führungskraft sieht die interaktiven Möglichkeiten als Chance für den Unternehmenserfolg. Knapp die Hälfte misst dem Mitmach-Internet sogar keine oder nur eine geringe Bedeutung bei. Nur jeder vierte der befragten Bankmanager rechnet mit einem starken Einfluss von Blogs, Chats und Wikis bei der Umsatzentwicklung des Unternehmens. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie IT & Vertrieb in der Bankwirtschaft, die vom Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Zusammenarbeit mit dem Bankmagazin erstellt wurde.

Die rechtlichen Unsicherheiten und der noch nicht eindeutig auszumachende Mehrwert seien die Hauptgründe für die zögernde Haltung der Banken. IT-Anwendungen zur Unterstützung des Vertriebs stünden eher im Vordergrund. Gerade im Bereich der Kundenbindung sind die Vorhaben der Banken am größten. So wollen 65 Prozent der befragen Manager in den kommenden drei Jahren die IT-unterstützte Dokumentation und Verwaltung von Kundenkontakten ausbauen. Auch die Datensicherheit sowie mobile Vertriebslösungen seien wichtige Pfeiler bei den IT-Vorhaben.

Der Einsatz von modernen Technologien beim Vertrieb sei bei Geschäfts- und Privatbanken besonders groß. So liegen den Verantwortlichen die unterschiedlichen IT-Anwendungen besonders am Herzen. Im Gegenzug dazu würden sich Genossenschaftsbanken beim Technikeinsatz noch etwas zurückhalten. Gerade bei mobilen Lösungen und klassischen Internetportalen sehen die Verantwortlichen hier einen eher geringeren Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens.

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