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Online-Wahl mit Problemen

03.10.2000 | 13:24 Uhr |

Die Online-Wahl von fünf Direktoren der Internet-Regierung ICANN hat begonnen. Massive technische Schwierigkeiten kennzeichneten den Start der Wahl. An den ersten beiden Tagen der Online-Wahl wurden viele der registrierten Wähler mit Fehlermeldungen konfrontiert.

Die Online-Wahl von fünf Direktoren der Internet-Regierung ICANN hat begonnen. An den ersten beiden Tagen der Online-Wahl wurden jedoch viele der registrierten Wähler mit Fehlermeldungen konfrontiert - massive technische Schwierigkeiten kennzeichneten den Start der Wahl. Die zur Wahl stehende deutsche Kandidatin Jeanette Hofmann beklagte im Gespräch mit "Spiegel Online" den "furchtbaren Dilettantismus", mit dem die ICANN die Wahlen betreibe.

An den ersten beiden Tagen der bis zum 10. Oktober dauernden Online-Wahl wurden viele der registrierten Wähler mit Fehlermeldungen konfrontiert. Mehr als 76 000 registrierte Internet-Nutzer aus aller Welt sind zur Wahl des Kontrollgremiums aufgerufen. Für den europäischen Direktorenposten stehen drei Deutsche zur Wahl.

Die 1998 gegründete ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) entscheidet unter anderem über die Vergabe der für die Internet-Wirtschaft wichtigen und lukrativen Adress-Endungen wie ".com" oder ".eu". Zunächst waren 19 Direktoren eingesetzt worden, jetzt werden fünf von ihnen durch die Internet-Nutzer demokratisch ersetzt. Die Wählerinnen und Wähler aus den fünf Regionen Afrika, Asien/Pazifik, Europa, Lateinamerika/Karibik und Nordamerika können dabei je einen Kandidaten wählen.

Aus Deutschland stehen neben dem von der ICANN selbst vorgeschlagenen Winfried Schüller von der Deutschen Telekom der Sprecher des deutschen Chaos-Computer-Clubs, Andy Müller-Maguhn, und die Berliner Politikwissenschaftlerin Jeanette Hofmann auf dem Stimmzettel. Die beiden wurden von den Internet-Nutzern vorgeschlagen. Insgesamt treten sieben Kandidaten für Europa an.

Mit der Abwicklung der Online-Wahl hat die ICANN das Unternehmen election.com beauftragt. Dem Bericht von "Spiegel Online" zufolge waren zunächst weder die Hotline des Unternehmens besetzt, noch wurden Mails mit Anfragen beantwortet. Mittlerweile seien alle Foren im Internet, die sich mit der Wahl beschäftigten, voll von Berichten über Fehlversuche. (PC-WELT, 03.10.2000, dpa/ lmd)

Heiße Phase der Internet-Wahl (PC-WELT Online, 09.09.2000)

Domainnamen diskutiert (PC-WELT Online, 12.07.2000)

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