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Online-Vermarkter sammelt persönliche Daten

DoubleClick, die größte Vermarktungsfirma für Werbebanner im

DoubleClick, die größte Vermarktungsfirma für Werbebanner im Internet, ist offenbar fleißig dabei, Benutzerprofile von Internet-Surfern aufzubauen - mit Bezug zu den realen Adressen der Kunden. Die Daten über die Bewegung im Netz erhält DoubleClick über die Cookies, über die es seine Banner steuert. Mehr als 11500 Websites werden über DoubleClick mit Werbebannern versorgt. Mit Hilfe einer Datenbank mit Kundenprofilen von mehr als 2 Millionen amerikanischen Haushalten, die DoubleClick durch den Kauf der Marketing-Firma Abacus erhalten hat, ist es nun auch möglich, diese Profile realen Personen zuzuordnen. Allerdings nehmen derzeit nur wenige der Websites, die mit DoubleClick zusammenarbeiten, an diesem Verfahren teil - in Deutschland wäre das Zusammenführen der anonymen Profile mit realen Adressen aus Datenschutzgründen sogar verboten.

DoubleClick verteidigt sein Vorgehen mit dem Argument, die Aktion diene nur dazu, die Werbung zu "personalisieren". Die Datenschützer zeigen sich dagegen entrüstet über die Pläne und sehen das Ende der Anonymität im Netz gekommen - zumindest für die Amerikaner. Eine formelle Beschwerde bei der Federal Trade Commission (FTC) werde nächsten Monat erfolgen.

Zwar gebe DoubleClick den Surfern die Möglichkeit, der Datenspeicherung zu widersprechen, doch diese Option werde nur in den Datenschutz-Erklärungen der teilnehmenden Websites erwähnt, die meist schwer zu finden seien.(PC-WELT, 26.01.2000, rs)

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