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Spiele-Websites mit Malware verseucht

22.11.2007 | 15:39 Uhr |

Mehrere Websites, die sich mit verschiedenen Online-Spielen wie World of Warcraft oder EverQuest beschäftigen, sind Ziel von Malware-Angriffen. Dabei sind Seiten manipuliert worden, um Besucher umzuleiten.

Online-Spiele sind schon seit einiger Zeit bevorzugte Ziele der kriminellen Malware-Szene. Forscher des Antivirus-Herstellers Trend Micro haben gleich mehrere Websites entdeckt, die gehackt und manipuliert worden sind. Dabei werden verdeckte iFrames in die Seiten eingefügt, die Besucher auf Malware-Sites umleiten. Diese versuchen dann Sicherheitslücken im Browser auszunutzen, um Trojanische Pferde einzuschleusen.

Betroffen ist etwa die Website Gameige.com, die kommerzielle Dienste rund Online-Spiele wie EverQuest, Final Fantasy XI, Lineage2 oder World of Warcraft (WoW) anbietet. So kann man etwa seine Waffen aufrüsten lassen oder Zugang zu einem höheren Level einkaufen. Hier laden eingefügte iFrames schädlichen Code gleichzeitig von mehreren chinesische Servern.

Diese attackieren Besucher mit diversen Exploits, um die Rechner mit Malware zu verseuchen. Wie die Virenforscher von Trend Micro in ihrem Blog berichten, handelt es sich dabei unter anderem um Schädlinge, die persönliche Daten ausspionieren sollen - etwa Zugangsdaten zu Online-Spielen. Vorsicht! Gameige ist derzeit noch immer verseucht! Besuchen Sie diese Website nicht.

Ebenfalls Ziel von Malware-Angriffen ist eine Fan-Site für World of Warcraft auf gameamp.com. Auch hier sind verdeckte iFrames eingefügt worden. Einer davon lädt eine EXE-Datei von einem Malware-Server, einen Keylogger installiert. Diese Website scheint inzwischen wieder sauber zu sein. Es ist jedoch keineswegs sicher, dass auch die Schwachstelle beseitigt werden konnte, die den kriminellen Hackern den Zugang ermöglicht hat. Sie könnten es erneut versuchen.

Außerdem werden Freunde des virtuellen Hotels "Habbo" auf gefälschte Habbo-Websites gelockt. Dort werden ihre Zugangsdaten abgegriffen und missbraucht, um die mit richtigem Geld zu bezahlende Ausstattung der Hotelzimmer zu stehlen.

Mit Online-Spielen werden Millionen von Euro umgesetzt - auch abseits der offiziellen Marktplätze. Wer sich in der Gamer-Szene bewegt und solche Websites besucht, sollte besonders darauf achten, dass seine Abwehr keine Schwächen aufweist. Installieren Sie Sicherheits-Updates für Ihr Betriebssystem und Ihren Browser, deaktivieren Sie Javascript oder nutzen Sie Firefox mit der Erweiterung Noscript . Halten Sie Schutzprogramme wie Antivirus und Desktop Firewall auf dem aktuellen Stand und kontrollieren Sie regelmäßig, ob sie auch noch aktiv sind.

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