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Online-Shops: Billiger und bequemer

Die Ausgaben für Online-Produkte und Dienstleistungen werden

Die Ausgaben für Online-Produkte und Dienstleistungen werden in England in den nächsten fünf Jahren um 1000 Prozent zunehmen. Allerdings geht dieser Anstieg fast vollständig zu Lasten der "richtigen" Geschäfte. Einer Studie von Verdict Research zufolge, zu der 6000 englische Surfer befragt wurden, stellen nur 6,4 Prozent des erwarteten Anstiegs im Online-Geschäft einen wirklichen Zuwachs dar. Der Rest sei lediglich eine Verschiebung der Einnahmen vom traditionellen Einzelhandel zu den Online-Shops.

Schon jetzt schneiden sich die Anbieter ins eigene Fleisch, indem sie ihre Waren im Web billiger anbieten als im normalen Laden. 24 Stunden am Tag erreichbar zu sein, wird für den Einzelhandel künftig Voraussetzung sein, um im immer härteren Wettbewerb überleben zu können.

Die Vorteile des Online-Shoppings sind nach Ansicht der Befragten vor allem Bequemlichkeit, die Verfügbarkeit von seltenen Produkten sowie ein besonders günstiger Preis.

Derzeit gibt es den Analysten zufolge in England rund 9 Millionen Internet-Anwender. Von ihnen haben 1,9 Millionen bereits online eingekauft - fast doppelt so viel wie vor einem Jahr.

In vier Jahren werden 35,6 Prozent aller Software-Käufe online getätigt werden, so die Marktforscher. Bei Büchern werde der Prozentsatz 17,2 und bei Musik und Videos 15,6 Prozent betragen. Kleidung und Lebensmittel würden dagegen zu nicht mehr als 3 Prozent im Netz gekauft.

Die meisten Surfer wählen sich in England via PC ins Netz ein. Allerdings werden im Jahr 2004 laut Verdict bereits 12,4 Millionen Haushalte digitales Fernsehen haben, das dann rund 25 Prozent an den Online-Verkäufen werde (PC-WELT, 7.12.99, sp).

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