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Online-Shops: 40 Prozent der Kunden brechen Kauf ab

27.10.2004 | 17:11 Uhr |

Virtuellen Kaufhäusern ist nach einer neuen Studie im ersten Halbjahr 2004 rund 2,1 Milliarden Euro Umsatz verloren gegangen, weil Kunden ihren Kauf abgebrochen haben.

Virtuellen Kaufhäusern ist nach einer neuen Studie im ersten Halbjahr 2004 rund 2,1 Milliarden Euro Umsatz verloren gegangen, weil Kunden ihren Kauf abgebrochen haben. Insgesamt 40 Prozent der Konsumenten hätten in dieser Zeit allein wegen technischer Probleme ihre Einkaufstour beendet. Dies ist das Ergebnis der am Mittwoch vorgestellten Studie "Kundenkompass Onlineshopping" des F.A.Z.-Instituts und der novomind AG. Neben technischer Probleme wie einem langsamen Seitenaufbau seien unübersichtliche oder schlecht bedienbare Shops eine der Hauptbarrieren für den Online-Einkauf.

Jeder dritte Kunde (33 Prozent) habe seine Einkaufstour bereits abgebrochen, da er die gesuchte Information nicht finden konnte. Insgesamt 30 Prozent der Befragten Nutzer ließ sich vom Kauf abhalten, weil der Bestellvorgang zu viele Seiten umfasste. Wenn der Warenkorb oder die Kasse nicht aufzufinden war, war dies für mehr als jeden fünften Kunden (21 Prozent) Grund genug, auf einen Kauf zu verzichten. Lediglich 16 Prozent der Befragten gab an, dass sie noch keinen ihrer geplanten Online-Käufe abgebrochen hätten.

Dennoch sei der Umsatz, der über Online-Shops generiert wurde, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 weiter deutlich gestiegen, hieß es. Im ersten Halbjahr 2004 erhöhten sich danach die Einnahmen auf 5,3 Milliarden Euro gegenüber 3,8 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum 2003. Im Weihnachtsgeschäft machen Internet-Kaufhäuser bereits 25 Prozent des Jahresumsatzes im Einzelhandel aus. Für die Studie wurden im August 500 deutschsprachige Internet-Nutzer ab 14 Jahren telefonisch befragt. Die Auswahl der Befragten sollte einen Querschnitt der regelmäßigen Internet-Nutzer in Deutschland repräsentieren.

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