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Online-Shopping: Verbraucher skeptischer als früher

"Richtige" Geschäfte, die ihre Waren zusätzlich übers Intern

"Richtige" Geschäfte, die ihre Waren zusätzlich übers Internet verkaufen, haben bessere Umsatzchancen als Nur-Online-Anbieter. Einer Umfrage von Bain & Co. und Mainspring zufolge bleiben die reinen Internet-Firmen auch künftig Nischenanbieter.

Wer dagegen Offline- und Online-Aktivitäten kombiniere, könne sich besser auf die Wünsche der Kunden einstellen. "Die Kunden bestellen eher online, wenn sie die Waren vorher in einem normalen Laden begutachten können", erklärt Mindspring-Chef Julian Chu. Außerdem spiele die Möglichkeit, gekaufte Produkte problemlos und ohne Verluste wieder zurückzugeben, eine extrem wichtige Rolle. Beim Versandhandel gebe es in dieser Hinsicht zu viele Vorbehalte.

Den Marktforschern von Forrester zufolge haben viele Online-Anbieter entweder gar keine Umtausch- und Rückgabebedingungen auf der Site - oder es gibt zahllose Einschränkungen im Kleingedruckten. Das schrecke die Verbraucher ab. "Letztes Jahr waren die Leute einfach froh, online einkaufen zu können," so ein Analyst. "Jetzt, am morgen danach, sind sie schon viel skeptischer."

Über die Hälfte der 4000 von Bain & Co. und Mainspring befragten Konsumenten gaben an, ihre Lebensmittel lieber selbst zu kaufen. 32 Prozent bevorzugen den Einkauf in "richtigen" Geschäften und 32 Prozent wollen keine Versandkosten zahlen (PC-WELT, 16.12.1999, sp).

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