08.07.2009, 08:45

Hans-Christian Dirscherl

Online-Services

Google Apps ist nicht mehr Beta

Alle Anwendungen der Google Apps Suite für Unternehmen haben ab sofort nicht mehr Betastatus, sondern gelten als final. Am Praxiseinsatz ändert sich dadurch aber nicht, Google Apps lässt sich schon seit langer Zeit effektiv nutzen.
Mit dieser Mitteilung durch Google haben somit folgende Teilanwendungen die Beta-Phase verlassen: Google Mail, Google Kalender, Google Text & Tabellen und Google Talk. Dazu kommen noch Google Sites und Google Video for Business. Als Grund für die Entfernung des Beta-Labens nennt Google Vorbehalte bei Unternehmenskunden gegenüber Software, die als "beta" gekennzeichnet ist.
Das "Beta" in der Produktbezeichnung darf man bei Google aber ohnehin nicht allzu ernst nehmen, es fungiert teilweise als Marketing-Gag, teilweise will sich Google damit auch absichern, wenn doch einmal eine Funktion nicht so richtig rund läuft. Erfahrungsgemäß tragen Google-Anwendungen selbst dann noch lange das Beta im Namen, wenn sie bereits stabil und zuverlässig laufen.
Google zufolge nutzen 1,75 Millionen Firmen rund um den Globus Google Apps.Das Apps-Paket umfasst diverse Online-Services wie Mail, Kalender, Instant Messenger, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, Webhosting-Service, Video und eine frei konfigurierbare Startseite. Google Apps kann in der Standardversion auch von professionellen Kunden kostenlos genutzt werden, wer allerdings Wert legt auf Zusatzfeatures wie eine 99,9-prozentige Verfügbarkeitsgarantie für Mail und mehr Online-Speicherplatz, der muss zur kostenpflichtigen Professional greifen. Weitere Unterschiede zwischen der kostenlosen Standard und der kostenpflichtigen Professional gibt es bei den Programmierschnittstellen, bei Weiterleitungsoptionen, beim Telefon-Support und bei der Richtlinienverwaltung sowie bei der Nachrichtenwiederherstellung von Postini.
Zudem kündigte Google neue Features für Google Apps an, die besonders für große Unternehmen interessant sein könnten: Dazu zählen die Weiterleitung (E-mail Delegation) und Speicherung von Mails (E-mail Retention). So können IT-Administratoren Richtlinien zum Löschen von Mails aufstellen. Außerdem will Google die Apps-Zuverlässigkeit weiter verbessern, beispielsweise durch "die Live-Replikation von Daten an andere Orte für die fast sofortige Notfall-Wiederherstellung sowie eine besondere Behandlung der Kundennutzerdaten in Google-Datenzentren".
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