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Online-Musikhandel dezimiert CD-Verkäufe

08.08.2007 | 10:03 Uhr |

Die Platten-Labels EMI und Warner Music verzeichneten sinkende Tonträger-Umsätze bei deutlich gestiegenen Online-Musikverkäufen.

Einer Mitteilung des britischen Platten-Labels EMI zufolge musste das Unternehmen in den vergangenen vier Monaten einen Umsatzrückgang von 5,1 Prozent verbuchen. Dies liegt vor allem am deutlichen Rückgang der Absätze von klassischen Tonträgern, die um 19,8 Prozent einbrachen. Im gleichen Zeitraum stiegen allerdings die Umsätze mit online verkauften Musiktiteln um 26 Prozent, was das Defizit allerdings nicht ausgleichen konnte. EMI verzichtet seit einigen Monaten auf DRM-Maßnahmen bei online vertriebenen Titeln.

Auch den Konkurrenten Warner Music hat es ähnlich erwischt: Der Quartalsumsatz ging um zwei Prozent auf 804 Millionen US-Dollar zurück. Dennoch nahmen die Absätze mit Online-Musikshops um satte 29 Prozent zu und machen nun rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Trotzdem sorgte der Rückgang der klassischen Tonträger-Verkäufe um 3,7 Prozent für weitere rote Zahlen. Warner Music muss für dieses Quartal 17 Millionen US-Dollar Verlust hinnehmen, während im Vergleichsquartal des Vorjahres noch 14 Millionen US-Dollar Minus anfielen.

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