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Online-Musik wird teuer

09.04.2001 | 11:43 Uhr |

Allianzen und Investitionen sollen den Mediengiganten den Internet-Musikmarkt öffnen. Doch was diese Service-Leistungen attraktiv machen soll und - vor allem - wie die Preisgestaltung aussehen soll, darüber wurde bis jetzt geschwiegen. Mit RioPort hat nun ein Anbieter die Karten auf den Tisch gelegt und konkrete Zahlen genannt.

Allianzen und Investitionen sollen den Mediengiganten den Internet-Musikmarkt öffnen. Doch was diese Service-Leistungen attraktiv machen soll und - vor allem - wie die Preisgestaltung aussehen soll, darüber wurde bis jetzt geschwiegen. Mit RioPort hat nun ein Anbieter die Karten auf den Tisch gelegt und konkrete Zahlen genannt.

Der "Music Service Provider"-RioPort plant für 99 Cent bis zwei Dollar den Kunden einzelne Titel anzubieten. Für 11,98 Dollar bis 18,98 Dollar sollen Kunden komplette Alben ihr eigen nennen können. Ob die abgenommene Menge von Alben oder Titeln bei der Preisgestaltungen eine Rolle spielt ist noch unklar.

Analysten sehen die Veränderungen in der Branche als sehr problematisch: Vor allem die technische Umsetzung - die hinter all den Plänen steckt - ist noch nicht ausgereift. Malcolm Maclachlan, ein Medien Analyst, betont: "The legal services have to be as good as the illegal ones ?". Solange das nicht geschieht, wird der Erfolg für die Mediengiganten ausbleiben.

Innerhalb weniger Tage wurden jetzt die großen Medienkonzerne im Internet-Musikmarkt aktiv. Sony Music und Vivendi Universal taten sich mit Yahoo zusammen. Kurz zuvor wurde der Zusammenschluss von Warner Music, Bertelsmann Music Group und EMI in der Online-Plattform MusicNet bekannt gegeben. Andere Unternehmen ziehen nach - wahrscheinlich auch bei den Preisen. (PC-WELT, 09.04.2001, eb)

MTV kündigt Musikportal an (PC-WELT Online, 05.04.2001)

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