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Online-Kriminalität als Jugendkult

11.12.2006 | 15:33 Uhr |

Laut einer Studie zur virtuellen Kriminalität rekrutieren Hacker ihren Nachwuchs mit Methoden, die an die von Geheimdiensten im Kalten Krieg erinnern. Die Online-Kriminalität scheint auf Jugendliche eine stärkere Faszination auszuüben als bislang angenommen.

Die Ergebnisse einer europäischen Studie über das organisierte Verbrechen und das Internet, die gerade von McAfee veröffentlicht worden ist, zeugen von der Anziehungskraft, die von den dunklen Ecken des Internets auszugehen scheint. Kriminelle Hacker genießen hohes Ansehen und haben ihre Aktivitäten an öffentliche Orte wie Internet-Cafés verlegt.

Die Methoden zur Rekrutierung des kriminellen Nachwuchses ähneln denen, die Geheimdienste schon zu Zeiten des Kalten Kriegs angewandt haben. Elite-Studenten und andere Personen mit umfassenden IT-Kenntnissen werden kontaktiert, um neues Personal für die organisierte Online-Kriminalität anzuwerben.

Die meisten Angriffe gehen weiterhin von Insidern aus. Ehemalige und aktuelle Angestellte von Unternehmen nutzen unzureichende Sicherheitsmaßnahmen aus, um Interna auszuspionieren und an ihre Auftraggeber weiter zu geben.

Für die nähere Zukunft prognostiziert der Bericht eine deutliche Zunahme des Missbrauchs mobiler Geräte wie Smartphones. Voraussichtlich werden immer öfter wertvolle Informationen gestohlen, die in solchen Mobilgeräten enthalten sind. Durch die verstärkte Nutzung von Technologien wie Bluetooth und VoIP sei zudem eine neue Generation des Phone-Hackings zu erwarten.

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