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Online-Käufer scheitern häufig

Jeder zweite Online-Käufer scheitert entweder daran, dass das gewünschte Produkt nicht verfügbar ist oder dass der Kaufabschluss nicht richtig funktioniert. Rund die Hälfte der Teilnehmer an einer Umfrage versucht erst gar nicht online einzukaufen. Nicht zuletzt die Bezahlung per Kreditkarte schreckt die Kunden ab. Verbraucherverbände fordern mehr Service für die Online-Shopper.

Fast jeder zweite Online-Shopper scheitert beim Kauf eines Produktes im Internet. Entweder ist das Wunschprodukt überhaupt nicht im Angebot, oder der Kaufabschluss funktioniert nicht richtig. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher der Boston Consulting Group (BCG), die 10.000 Internet-Surfer in den USA und Kanada zu ihren Kauferfahrungen befragt hatte.

Etwa die Hälfte der Befragten versucht erst gar nicht, online einzukaufen. Hauptgrund sind Bedenken gegenüber der Bezahlung per Kreditkarte. "Wer vorher schon bezahlt, hat jedes Druckmittel aus der Hand gegeben", meint Helga Kuhn, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) in Bonn. Sie beklagt den mangelnden Service der Unternehmen für die Online-Kunden. "Bei Beschwerden gibt es oft keinen Verantwortlichen, und eine Internet-Seite kann man nicht verklagen".

Vom Einsatz der Kreditkarte sei grundsätzlich abzuraten, wenn der Anbieter nicht als seriös gelte und die Daten unverschlüsselt übertragen würden. Zu erkennen ist eine verschlüsselte Verbindung am (geschlossenen) Schloss-Symbol im Browserfenster. Meist weisen die Browser auch auf eine gesicherte Verbindung hin.

Europäische Richtlinien, die den elektronischen Handel betreffen, sind derzeit in Arbeit. Sie sollen dazu beitragen, dass sich der Anteil des Online-Handels am Einzelhandelsumsatz von den derzeit mageren 0,2 Prozent deutlich erhöht. In den USA ist der Anteil bereits viermal so hoch. (PC-WELT, 20.03.2000, dpa/ hr)

IBM: Festplattenrekord (PC-WELT Online, 16.3.2000)

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