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Online-Handel: Neues Gesetz

16.05.2000 | 12:33 Uhr |

Ein geplantes Gesetz, nach dem alle so genannten Fernkäufe bis zu zwei Wochen nach ihrem Abschluss widerrufen werden können, könnte vor allem den Online-Buchhandel empfindlich treffen.

Diese Woche soll das so genannte Fernabsatzgesetz im Bundesrat besprochen werden. Der Entwurf sieht vor, dass alle so genannten Fernkäufe - also auch Online-Transaktionen - bis zu zwei Wochen nach ihrem Abschluss widerrufen werden können. Außerdem kann der Verbraucher die Ware bei Nichtgefallen innerhalb von 14 Tagen zurück geben und erhält den Kaufpreis zurück. Die Kosten der Rücksendung zahlen die Händler.

Der Bundesverband der Versandbuchhändler sieht durch das geplante Gesetz vor allem den Online-Buchhandel in Gefahr. Da die Portokosten von den Online-Händlern getragen werden, müssten diese die Mehrkosten auf die Preise umlegen. Dies ist jedoch aufgrund der Preisbindung nicht möglich. Dadurch würden vor allem kleine und mittlere Unternehmen in den Ruin getrieben und den derzeitigen Boom des Online-Buchhandels bremsen. Zuwachsraten wie die letzten Jahres, als der Umsatz um 150 Prozent stieg, wären dann nicht mehr zu erreichen. (PC-WELT, 16.05.2000, dpa/ meh)

Online-Buchhandel zufrieden (PC-WELT Online, 5.1.2000)

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