14.11.2012, 05:28

Denise Bergert

Online-Händler

Amazon schuldet Frankreich 198 Mio. Euro an Steuergeldern

©Amazon

Frankreich fordert von Online-Versandhändler Amazon eine Steuernachzahlung in Höhe von 252 Millionen US-Dollar (rund 198 Millionen Euro).
Wie aus den aktuellen Quartalszahlen von Amazon hervorgeht, schuldet der Online-Händler dem französischen Staat Steuern in Höhe von 252 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 198 Millionen Euro). Neben Nachzahlungen sind in der Summe auch Bußgelder enthalten, die Frankreich in den Jahren 2006 bis 2010 von dem US-Konzern gefordert hatte.

Amazon selbst zeigt sich uneinsichtig und betont, dass das Unternehmen nicht die Absicht habe, die geforderten 252 Mio. US-Dollar zu zahlen. Man stimme den Forderungen nicht zu und werde wenn nötig auch vor Gericht gegen die französischen Steuerbehörden vorgehen.
In den vergangenen Jahren gerieten US-Konzern mit Europa-Zweigstellen beim Thema Steuern immer wieder in die Kritik. So werden Steuerabgaben meist durch Tricks vermieden oder niedrig gehalten, indem Geschäfte über Länder wie Luxemburg abgewickelt werden, die ausländischen Unternehmen Steuervergünstigungen bieten. Suchmaschinen-Riese Google geriet in den letzten Wochen ebenfalls ins Visier der französischen Steuerfahnder. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, seine Geschäfte über Irland abzuwickeln, wodurch Steuerschulden in Höhe von rund einer Milliarde Euro aufgelaufen seien.
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