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Online-Betrug bremst E-Commerce

16.06.2005 | 16:41 Uhr |

In der neuesten Ausgabe seines Sicherheitsreports nennt Verisign Phishing und Pharming als wichtigste Hemmnisse für das Wachstum des Online-Handels.

Das Internet-Dienstleistungsunternehmen Verisign hat die aktuelle Ausgabe seines " Internet Security Intelligence Briefing " vorgestellt. Darin werden Entwicklungen im Internet beschrieben, nicht nur unter Sicherheitsaspekten.

Nach eigenen Angaben wickelt Verisign etwa 37 Prozent der Online-Transaktionen in den USA ab. Aus den daraus gewonnenen Daten leitet Verisign einen Zuwachs des Online-Handels um 31Prozent zwischen März 2004 und März 2005 ab. Dabei beobachtet Verisign auch die Entwicklung bei Betrugsversuchen. Demnach gehen etwa 85 Prozent der betrügerischen Aktivitäten im US-Online-Handel von US-Computern aus, weitere 5 Prozent trägt Kanada bei. Deutschland folgt mit 0,9 Prozent auf Platz 5 hinter Großbritannien und Australien und noch vor Japan.

Die Sorge potenzieller Kunden, sie könnten Opfer von Identitätsdiebstahl werden, verhindert nach Ansicht des Unternehmens ein stärkeres Wachstum des Online-Handels. Dabei sieht man das Problem vor allem in Mängeln bei der sicheren Identifizierung der Kommunikationspartner. Es sei bislang nicht möglich, den Absender einer Mail sicher festzustellen. Auch bei Browsern gebe es einerseits Sicherheitslücken, anderseits mangele es an der Aufklärung der Benutzer. Noch zu wenige Online-Shops böten die verschlüsselte Übertragung von Transaktionsdaten an.

Als Abhilfe will Verisign einen "Secure Internet Letterhead", also eine Art digital signierten Briefkopf, für alle Arten von Internet-Kommunikation etablieren. Verisign würde davon wohl selbst am meisten profitieren, denn das Unternehmen ist heute schon einer der größten Anbieter digitaler Zertifikate.

Weitere Allianz gegen Identitätsdiebstahl und Phishing (PC-WELT Online, 16.06.2005)

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