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Online-Betrüger zu Haftstrafen verurteilt

29.06.2005 | 10:29 Uhr |

In England sind zwei professionell agierende Online-Betrüger zu insgesamt zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Wegen ihrer Rolle in groß angelegten Online-Betrügereien sind zwei Männer in England zu insgesamt zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Douglas H., ein 24-Jähriger US-Bürger, wurde von der National Hi-Tech Crime Unit ( NHTCU ) in Leeds in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen osteuropäische Verbrechervereinigungen festgenommen. Bei den weiteren Ermittlungen fanden die Behörden Dokumente und Ausrüstung, um Identitäten zu fälschen sowie Beweise, die zu der Festnahme des 25-Jährigen Lee E. aus Glasgow führten.

Bei dieser Person fanden die Ermittler unter anderem eine große Anzahl gefälschter Bank-Dokumente und Kreditkarten-Hologramme, so die NHTCU.

Innerhalb von zehn Monaten haben die Männer laut NHTCU mindestens 750.000 britische Pfund (1,1 Millionen Euro) ergaunert, für die vergangenen zwei Jahre gehen die Ermittler von bis zu 6,5 Millionen britischen Pfund (9,8 Millionen Euro) aus.

Per Internet tauschten die beiden Männer gestohlene Informationen oder gefälschte Dokumente aus, so die Behörden. Douglas H. gab zudem zu, eine große Zahl an Kreditkartennummern und Passwörtern von Personen aus Russland erhalten zu haben. Douglas H. und Lee E. nutzten diese Infos, um mit diesen Daten Waren einzukaufen und über Strohmänner bei Online-Auktionen wieder zu verkaufen. Den Erlös lieferten die Strohmänner wieder ab, das Duo behielt seinen Anteil ein und der Rest floss nach Russland, so die NHTCU.

Die Männer wurden des Betruges und der Geldwäsche schuldig gesprochen. Douglas H. muss für sechs Jahre ins Gefängnis, Lee E. wurde zu vier Jahren Haft verurteilt.

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