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Kunden fordern Kartenlesegeräte

14.10.2007 | 14:11 Uhr |

Der Großteil der deutschen Bankkunden ist für den Einsatz von Kartenlesegeräten, um das Online-Banking sicherer zu machen. Die Bereitschaft, dafür selbst in die Tasche zu greifen, ist jedoch recht gering.

Der mit Kartenlesegeräten verbundene Sicherheitsanstieg beim Online-Banking findet bei vielen Bankkunden reges Interesse. 67 Prozent der deutschen Internet-Nutzer würden diese Technik gern einsetzen. Die Realität sieht leider anders aus. Bisher setzt nur jeder dreizehnte Bankkunde derartige Geräte ein. Die Gründe dafür liegen offensichtlich in den Anschaffungskosten für Kartenleser, die momentan noch selbst getragen werden müssen. Mehr als drei Viertel der Nutzer von Online-Banking-Angeboten lehnt zusätzliche Kosten ab und sieht diese Aufgabe eher bei den jeweiligen Banken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Trendstudie des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Kooperation mit handelsblatt.com , wiwo.de und dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

Handlungsbedarf bestünde in jedem Fall. Der Schaden, der durch Betrug beim Online-Banking im letzten Jahr entstand, lag bei 13 Millionen Euro - Ein Anstieg von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am stärksten betroffen seien Bankkunden, die noch das veraltete PIN/TAN-Verfahren zur Identifikation nutzen würden. Die aktuell angebotenen iTANs, mTANs oder Kartenleser seien hingegen deutlich sicherer. Unverständlicherweise ist gerade bei Akademikern und in Haushalten mit hohem Einkommen das geringste Interesse an Kartenlese-Geräten vorhanden. Im Gegenzug sei die Akzeptanz bei Geringverdienern und Bankkunden mit mittleren Bildungsabschlüssen am größten, jedoch nur, wenn dadurch keine zusätzlichen Kosten entstünden.

Ohne eine Subventionierung der Kartenleser durch die Banken sei laut Studie generell nur ein geringer Teil der Kunden bereit dazu, in die Sicherheit selbst zu investieren. Nur jeder fünfte Befragte würde die notwendige Hardware selbst kaufen. Der Preis sollte weiterhin nicht bei mehr als zehn Euro liegen, gab jeder vierte zu bedenken. Wird das Online-Banking hingegen geschäftlich genutzt, so besteht bei 40 Prozent aller Kunden auch eine Bereitschaft für zusätzliche Investitionen, notfalls sogar über 40 Euro.

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