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Onedrive: Künftig 5 statt 15 GB freier Cloud-Speicher

03.11.2015 | 13:20 Uhr |

Microsoft stoppt den unlimitierten Onedrive-Speicher für Office-Nutzer. Und auch der kostenfreie Onedrive-Speicher wird reduziert.

Microsoft hat per Blog-Eintrag die neuen Onedrive-Speicherpläne bekannt gegeben. Die wichtigsten Änderungen: Künftig wird der Speicherplatz beim kostenlosen Onedrive-Angebot von 15 GB auf 5 GB reduziert. Und der unlimitierte Onedrive-Speicherplatz für Office-365-Abonnenten wird gestrichen.

Kein unlimitierter Onedrive-Speicher für Office-Nutzer mehr

Bisher war geplant gewesen, über die Zeit hinweg allen Office-365-Abonnenten von Office 365 Home, Office 365 Personal und Office 365 University einen unlimitierten Cloud-Speicherplatz anzubieten. Der Speicherplatz bei Onedrive wird nun ab Anfang 2016 für alle Office-365-Nutzer auf 1 Terabyte limitiert.

Microsoft hatte vor fast genau einem Jahr angekündigt, dass die Office-365-Abonnenten einen unbegrenzten Cloud-Speicher erhalten sollten. "Der Wettbewerb um den größten Cloud-Speicher zum günstigsten Preis ist beendet“, sagte damals Thorsten Hübschen, der bei Microsoft Deutschland das Office-Geschäft verantwortet. "Mehr als unbegrenzter Speicherplatz ohne Aufpreis geht nicht. Onedrive für Office 365 ist der Platz für alle privaten Dateien -  auf allen Endgeräten", so Hübschen im Oktober 2014.

Lesetipp: Windows 10 - Onedrive-Ordner als Laufwerk einbinden

Einige Nutzer missbrauchten Onedrive-Angebot

Nach und nach wurde den ersten Office-365-Abonnenten dann der unbegrenzte Onedrive-Speicherplatz zur Verfügung gestellt. Einige dieser Nutzer, so Microsoft in dem aktuellen Blog-Eintrag, hätten das Angebot allerdings missbraucht.

Es habe einige wenige Fälle gegeben, in denen die Nutzer gleich mehrere PC-Backups oder umfangreiche Film-Sammlungen bei Onedrive hochluden. Einige dieser Nutzer hätten teilweise bis zu 75 Terabyte Speicherplatz bei Onedrive belegt. Oder anders ausgedrückt: 14.000 Mal mehr Platz als der Durchschnitt.

Ziel von Microsoft sei es aber, mit Onedrive einen Dienst anzubieten, von dem die Mehrheit der Nutzer bei ihrer Produktivität und in der Zusammenarbeit mit anderen Nutzern profitieren. Aus diesem Grund werde es nun die Änderungen für die Onedrive-Nutzung geben. "Onedrive wurde so designt, dass es mehr als nur ein Cloud-Speicher für Dateien und Backups ist. Diese Änderungen sind notwendig, um sicherzustellen, dass wir auch weiterhin einen gemeinschaftlichen, vernetzten und intelligenten Dienst anbieten können", so Microsoft.

Und das sind die Änderungen bei Onedrive ab Anfang 2016

Eine dieser Änderungen ist die besagte Limitierung auf maximal 1 Terabyte Speicherplatz für Office-365-Abonnenten bei Onedrive.

Die bisher angebotenen Onedrive-Speicherpläne für 100 GB und 200 GB werden gestrichen. Stattdessen kann der Onedrive-Speicherplatz ab Anfang 2016 für 1,99 Euro pro Monat um 50 GB Speicher erweitert werden.

Der kostenlos verfügbare Onedrive-Speicher wird von bisher 15 GB auf 5 GB reduziert. Wichtig: Die Änderung gilt ab Anfang 2016 auch für alle bestehenden Kunden. Beginnend mit der Umstellung haben die Anwender, die mehr als 5 GB bei Onedrive belegen, auch weiterhin Zugriff auf alle ihre Dateien, allerdings nur in den ersten 12 Monaten nach der Umstellung. In dieser Zeit sollte der genutzte Speicherplatz also auf 5 GB reduziert werden, sonst drohen Daten verlorenzugehen.

Das gilt übrigens auch für die Office-Nutzer, die bei Onedrive mehr als 1 TB Speicher belegen. Auch sie haben nur innerhalb der ersten 12 Monate Zeit, ihre Dateien zu sichern, die das neue Limit überschreiten.

Bisher erhielten die Onedrive-Nutzer weitere 15 GB kostenlosen Speicherplatz, wenn sie ihre Fotos von einem Smartphone auf Onedrive hochluden. Die 15-GB-Camera-Roll-Angebot wird ab Anfang 2016 gestrichen.

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