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Günstige Linux-PCs als Konkurrenz

05.11.2007 | 16:05 Uhr |

Die Nonprofit-Organistation One Laptop per Child könnte ins Straucheln geraten, nachdem nun auch kommerzielle Anbieter ihre Notebookpreise weiter reduzieren. Die günstigen Laptops sollen Kindern aus Entwicklungsländern als Lernhilfe dienen. Zugleich sollen sie aber den Schritt in Richtung Informationstechnologie vereinfachen.

Die erste Bestellung aus Uruguay über 100.000 OLPCs - den sogannaten XO-Laptops - wurde bereits getätigt, über weitere 300.000 Stück wird noch verhandelt. Der Preis eines OLPCs stieg von ursprünglich kalkulierten 100 Doller auf mindestens das Doppelte an. Jedoch hängt der Endpreis von der Anzahl der bestellten Geräte ab. 200 US-Dollar kostet das OLPC, wenn man mindestens 10.000 Stück bestellt. 249 Dollar muss man berappen, wenn man zwischen 1.000 und 10.000 Stück kauft. Ansonsten sind 299 Dollar pro Notebook fällig.

Zukünftige Geschäfte der Non-Profit-Organisation könnten noch vor der Erstauslieferung nach Uruguay am 12. November dieses Jahres ins Straucheln geraten. Grund dafür: Kommerzielle Hersteller haben diese neue "Nische" erkannt und prompt mit eigenen Modellen reagiert.

Der Hersteller Asus bietet beispielsweise seit kurzem den auf Linux basierenden Eee-PC an. Dieser ist ebenfalls ab 299 Dollar zu haben. Auch Everex kündigte einen Linux basierten Laptop mit x86 Prozessor unter 300 Doller an. Ob eine Massenbestellung auch bei den kommerziellen Herstellern den Preis bestimmt ist bisher nicht bekannt gegeben worden.

Analysten glauben, dass Kunden aus den Entwicklungsländern statt zum XO-Laptop, wegen stetig fallenden Preisen, zu kommerzieller Ware greifen könnten. Den Kindern in Entwicklungsländern sollen die Laptops nicht nur beim Lernen helfen, sondern zugleich an die moderne Informationstechnologie heranführen.

Es bleibt also vorerst abzuwarten, in welche Richtung sich dieser neu gebildete Markt entwickelt.

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