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IBM-System soll Straßen nach Terroristen abscannen

07.12.2007 | 13:16 Uhr |

Das "Smart Surveillance System" von IBM soll bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Straßen nach verdächtigen Personen und Terroristen abscannen. Das Überwachungs-System nutzt digitale Videoüberwachung und wertet in Echtzeit aus.

Wenn nächstes Jahr der Startschuss für die Olympischen Spiele in Peking fällt, werden die Organisatoren ein verfeinertes Computer-System von IBM nutzten, um per digitaler Video-Übertragung die Straßen nach verdächtigen Personen abzusuchen.

Terroristen, die die Olympischen Spiele 2008 bedrohen könnten, sollen in Echtzeit ausfindig gemacht werden.

Das IBM-System trägt den Namen " Smart Surveillance System ", oder kurz S3 und nutzt analytische Video-Tools um die Aufnahmen in Echtzeit nach "Gefahren" abzutasten und im Notfall Alarm zu schlagen. Das Sicherheitspersonal soll beispielsweise alarmiert werden, sobald Ungefugte in die Sicherheitszone eindringen möchten, oder Autos aus beziehungsweise auf Parkplätze fahren.Pekings S3-Netzwerk soll bei den Olympischen Spielen im August 2008 betriebsbereit sein, sagt Julie Donahue, die Sicherheits-Vizepräsidentin bei IBM.

Terroristen hatten die Olympischen Spiele 1972 in München schon einmal dazu genutzt, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Damals wurde ein Attentat auf die israelische Olympiamannschaft verübt. Nicht nur deswegen steht im Jahr 2008 das Thema "Terrorismus" in Peking auf der Sicherheitsliste ganz oben.

IBM entwickelt ähnliche Überwachungs-Systeme für Manhattan und Chicago. Dort sieht man das System aber eher als Projekt für öffentliche Sicherheit. Noch vor etwa einem Jahr war das S3-System von IBM nicht mehr, als ein Recherche-Projekt am T.J. Watson Research Center.

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