Bang & Olufsen

Serenata - Design trifft auf HiFi

Mit dem Serenata haben Bang & Olufsen und Samsung den Nachfolger des Design-Handys Serene vorgestellt. Auch das neue Modell hebt sich optisch von der Masse ab: das Display wandert an den unteren Rand, die Bedienung erfolgt ausschließlich über das darüber liegende Steuerrad. Allerdings hat all die Extravaganz einen Nachteil: den Preis.
Die Zusammenarbeit zwischen Samsung und dem dänischen Elektronik-Hersteller Bang & Olufsen läuft erfolgreich. Bereits im Herbst 2005 präsentierten beide Unternehmen das extravagante Serene-Handy , zuletzt wurde im Frühjahr 2007 das BT-Headset WEP-420 vorgestellt, das vor allem durch Schlichtheit im Design überzeugte.

Mit der neuesten Kreation kehren die beiden Hersteller zu ihren gemeinsamen Wurzeln zurück und präsentieren wieder ein Handy. Dabei zeigen sie sich mutig wie am ersten Tag und verzichten beim Schwestermodell des schon spärlich mit Tasten bestückten Serene ganz auf einen Tastaturblock. Das Serenata tarnt sich auf den ersten Blick als kompakter MP3-Player für den Schreibtisch, der über ein großes Rad bedient wird. Dass mit dem Gerät auch telefoniert werden kann, sieht man ihm nicht an - das ist jedoch gewollt, schließlich ist das Modell nach eigenen Angaben ein "Mobiltelefon, das eigentlich ein Musicplayer ist. Und umgekehrt."

Da beim Serenata der Audiogenuss im Vordergrund steht, ist die Musikwiedergabe von besonderem Interesse. Nur für den Player wurde in das Gerät ein Lautsprecher integriert, der wie herkömmliche Slider bei Bedarf nach oben geöffnet werden kann; ein aufklappbarer Fuß auf der Rückseite erlaubt, das Handy auf den Tisch zu stellen.

Dass Mobiltelefon und MP3-Player ideal ergänzt wurden, zeigt sich beim Blick auf die verbaute Technik. Satte 4 GB fasst der interne Speicher, genug Platz für mehr als 1.000 MP3-Titel. Auf einen Steckplatz für Speicherkarten verzichten die Hersteller. Damit die akustische Beschallung kein vorzeitiges Ende nimmt, wurde ein besonders starker Akku mit 1.000 mAh eingesetzt, die Laufzeit bei Musikwiedergabe beträgt bis zu fünf Stunden über Lautsprecher und 13 Stunden mit Kopfhörern. Unterstützt werden die Codecs MP3, WMA, WMA Lossless 9.1 und AAC.

Musik lässt sich über den USB-2.0-Anschluss vom PC aufs Handy übertragen, via UMTS können die Titel auch direkt aus dem Internet geladen werden. Telefonate sind dank Triband-Technologie in vielen Ländern der Welt möglich, für Reisen nach Nordamerika (850 MHz wird nicht unterstützt) sollte man allerdings ein Ersatzgerät im Gepäck haben. Das Display (240x240 Pixel) findet zur Abwechslung am unteren Gehäuserand seinen Platz, mit dem darüber liegenden Steuerrad wird das Serenata bedient. Eine Kamera sucht man vergeblich.

Wer keinen Wert auf 0815-Handys von der Stange legt und sich von der Masse der Mobilfunk-Nutzer unterscheiden möchte, erhält mit dem Serenata von Bang & Olufsen und Samsung ein interessantes Modell, das zwar optisch nicht jedermanns Geschmack trifft, aus technischer Sicht jedoch gehobene Ansprüche erfüllt. Allerdings hat so viel Individualität auch ihren Preis: stolze 1.460 Euro muss der gewillte Käufer beim Händler auf den Tisch legen.

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