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Ohr entriegelt Smartphones - Yahoo testet es

23.04.2015 | 12:56 Uhr |

Yahoo testet neue Methoden, um Smartphones bequemer als bisher zu entsperren. Ein Überblick.

Das Entriegeln von Smartphones ist nervig, auch wenn mittlerweile auch Modelle das Entsperren per Fingerabdruck erlauben und so die Eingabe einer PIN überflüssig machen. Neue Methoden zum Entsperren von Smartphones haben Yahoo-Entwickler nun auf der Computer-Human Interaction Conference (CHI) in Seol vorgestellt. Die Forscher demonstrierten, wie sich die Smartphones auch mit anderen Körperteilen sicher und schnell entriegeln lassen.

Eine von Yahoo entwickelte Technologie sieht die Nutzung eines kapazitiven Touchdisplays zur biometrischen Authentifizierung des Anwenders vor. Das sei deutlich günstiger als die teuren Fingerabdruck-Sensoren, die derzeit ohnehin nur wenige Smartphone-Hersteller in High-End-Geräten verbauen. Und aufgrund des niedrigen Preises könnte die Technologie auch bei günstigen Smartphones zum Einsatz kommen.

Über diese Yahoo-Technologie kann der Anwender mit jedem Körperteil sein Smartphone entriegeln. Weil die Eingabeauflösung der Touchdisplays allerdings geringer als die eines Fingerabdruck-Sensor sind, müssen ausreichend große und prägnante  Körperteile vom Anwender zur Authentifizierung eingesetzt werden. Dazu haben die Yahoo-Forscher eine Software namens "Bodyprint" entwickelt, die beispielsweise die Ohren, die Handfläche oder die Fingerknöchel scannt. Die Erkennung erfolgt dann laut Yahoo-Tests mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,52 Prozent.

Im Demo-Video zeigt Yahoo , wie ein Anwender sein Smartphone ganz einfach entriegelt, indem er es bei einem ankommenden Anruf an sein Ohr hält. Die biometrische Authentifizierung nimmt dabei weniger als eine Sekunde in Anspruch.

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