Ohne Warnung
Amazon löscht Kindle aus der Ferne
Der E-Book-Reader Kindle einer Nutzerin in Norwegen wurde ohne Vorwarnung oder Erklärung gelöscht mit allen Büchern darauf.
Die Norwegerin Linn muss nicht schlecht gestaunt haben, als ihr Kindle leer und der Amazon-Account gelöscht war, berichtet der Guardian. Auf Anfrage bei Amazon soll die Frau nur die Antwort bekommen haben, dass ihr Account gesperrt wurde. Der Kundensupport wisse aber nicht, warum. Später habe es geheißen, dass der Account der Frau in Verbindung zu einem Account stehe, der vor kurzem wegen Verstoßes gegen die Nutzungsrechte gesperrt worden sei. Bei der Sperrung handele es sich um eine permanente Maßnahme, heißt es weiter. Nachfolgende Accounts würden gleich wieder gesperrt werden.
Auf die Nachfrage, mit welchem Account ihrer in Verbindung stehe und ob es etwas gebe, das sie tun könne, soll Amazons Antwort gelautet haben, man sei nicht in der Lage nähere Details preiszugeben. In einer letzten E-Mail an die Norwegerin soll gestanden haben, dass Amazon bedauere, dass man die Angelegenheit nicht zu ihrer Zufriedenheit lösen könne. Aber leider könne man keine Einblicke in die Hintergründe liefern. Man wünsche ihr Glück bei der Suche nach einem Anbieter, der ihre Wünsche besser umsetzen könne.
Der Guardian zitiert den norwegischen Blogger Bekkelun: „Dies zeigt die Schattenseite von DRM. Wenn ein Anbieter, in diesem Fall Amazon, denkt, dass Du ein Betrüger bist, schmeißen sie Dich raus und nehmen Dir alles, was Du gekauft hast. Und wenn Du nicht zustimmst, bist Du ganz geächtet. Mit DRM kauft man sich keine Bücher und besitzt sie dann; Du mietest sie nur solange wie es dem Anbieter in den Kram passt.“
Mittlerweile, berichtet der Guardian, hat Amazon reagiert und eingeräumt, dass das eigene Vorgehen „dumm“ und „unbedacht“ gewesen sei. Die einmal gekaufte Kindle-Bibliothek muss auch bei Account-Sperrung zugänglich sein.
Es ist nicht das erste Mal, dass Amazon Kindle-Bücher aus der Ferne löscht. Vor wenigen Jahren hat ein Schüler 150.000 Dollar von Amazon bekommen, weil der Konzern ein Buch inklusive Notizen von seinem Kindle gelöscht hatte. Zuvor hat Amazon ausgerechnet George Orwells „1984“ gelöscht – ein Buch, in dem es um einen totalitären Überwachungsstaat geht.
Auf die Nachfrage, mit welchem Account ihrer in Verbindung stehe und ob es etwas gebe, das sie tun könne, soll Amazons Antwort gelautet haben, man sei nicht in der Lage nähere Details preiszugeben. In einer letzten E-Mail an die Norwegerin soll gestanden haben, dass Amazon bedauere, dass man die Angelegenheit nicht zu ihrer Zufriedenheit lösen könne. Aber leider könne man keine Einblicke in die Hintergründe liefern. Man wünsche ihr Glück bei der Suche nach einem Anbieter, der ihre Wünsche besser umsetzen könne.
Der Guardian zitiert den norwegischen Blogger Bekkelun: „Dies zeigt die Schattenseite von DRM. Wenn ein Anbieter, in diesem Fall Amazon, denkt, dass Du ein Betrüger bist, schmeißen sie Dich raus und nehmen Dir alles, was Du gekauft hast. Und wenn Du nicht zustimmst, bist Du ganz geächtet. Mit DRM kauft man sich keine Bücher und besitzt sie dann; Du mietest sie nur solange wie es dem Anbieter in den Kram passt.“
Mittlerweile, berichtet der Guardian, hat Amazon reagiert und eingeräumt, dass das eigene Vorgehen „dumm“ und „unbedacht“ gewesen sei. Die einmal gekaufte Kindle-Bibliothek muss auch bei Account-Sperrung zugänglich sein.
Es ist nicht das erste Mal, dass Amazon Kindle-Bücher aus der Ferne löscht. Vor wenigen Jahren hat ein Schüler 150.000 Dollar von Amazon bekommen, weil der Konzern ein Buch inklusive Notizen von seinem Kindle gelöscht hatte. Zuvor hat Amazon ausgerechnet George Orwells „1984“ gelöscht – ein Buch, in dem es um einen totalitären Überwachungsstaat geht.

23.10.12
Jaja, beim Sperren von Accounts ist Amazon ganz schnell. Fragt man dann aber nach den Gründen, berufen sie sich auf die Privatheit der Daten, sodass der Betroffene nichteinmal etwas unternehmen könnte.
Ich weiß schon, warum für mich ein Kindle niemals infrage kommt.
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23.10.12
[B]Zwei Geräte[/B] hatte ich in der näheren Wahl.
Jetzt ist es nur noch eins.
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23.10.12
Einer stellt die Spielregeln auf, und wer dagegen verstößt, wird rausgeworfen und verliert seinen Einsatz.
Hoffentlich spricht sich der Fall weiter herum und bringt noch viele andere Nutzer von DRM-gehandycapten Medien ins Grübeln.
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23.10.12
So ein eBook kommt mir daher auch nicht ins Haus. Den ein Buch kann man nicht von der Ferne löschen. Ist aber nur eins der Vorteile gegenüber so einem eBook.
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23.10.12
Die faseln doch immer so wirres Zeug wie "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum" sein. DA könnten sie diese Theorie gleich mal in die Praxis umsetzen.
Ich würde jedenfalls jeden derartigen Diebstahl konsequent anzeigen. Denn nichts Anderes hat Amazon in diesem Fall gemacht.
Mein Buchhändler steigt doch auch nicht Nachts ins Haus ein und nimmt mir heimlich die gekauften Bücher wieder weg, weil ich mir beim letzten Einkauf die Schuhe nicht richtig abgeputzt habe. :grübel:
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24.10.12
Tja - das könnte mir nie passieren
Es gibt nämlich eine ganz einfache Methode dagegen: nach Kauf des Buches gehört es dir - egal was die korrupte Gesetzgebung und Rechtsprechung dazu sagt! Es gehört dir - punkt um aus!
So und was ich mit meinem Eigentum mache, geht allenfalls meine Eltern und Kinder an solnage ich nicht unbeteiligte Dritte damit durch Emissionen schädige.
Also geht man hin und wie bei einem angefaulten Apfel man diese Stelle sorgfälltig, großzügig ausschneidet, so entfernt man den sog. DRM also die Zugriffsschnittstelle des Kapitals. Fertig ist der Fisch bei die Butter :)
Und lebt ehrlich und zufrieden bis an das Ende der Tage ...
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24.10.12
Wie jetzt, Nachbar XYZ zahlt seine Rechnungen nicht und mir sperrt Amazon das Kindle?
Schulden bei Amazon oder allgemein?
Was habe ich denn mit XYZ zu tun, außer das man in einem Haus wohnt - wie will Amazon so etwa rechtfertigen?
Gruß kingjon
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24.10.12
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