692084

Computer-Eingabegeräte der Zukunft

04.02.2008 | 13:33 Uhr |

An neuen Eingabegeräten für den Computer tüfteln weltweit Forscher. Experten glauben, dass Tastatur und Maus in einigen Jahren ausgedient haben werden. Hände, Gesten, Augenbewegungen und die Stimme sollen sie in Zukunft ersetzen.

An neuen und intuitiven Eingabegeräten für den Computer tüfteln weltweit Forscher. Experten glauben, dass Tastatur und Maus in einigen Jahren ausgedient haben werden. Hände, Gesten, Augenbewegungen und die Stimme sollen sie in Zukunft ersetzen.

Geld- und Fahrkartenautomaten mit ihren berührungsempfindlichen Bildschirmen (Touchscreens) haben sich längst eingebürgert. Auch PDAs und einige Mobiltelefone können heute schon durch Berührungen ihrer Displays mit dem Finger bedient werden. Einen Schritt weiter geht die Gestenerkennung, bei der keine direkte Berührung mehr möglich ist. Hierbei reicht es aus, wenn eine Hand vor dem Display auf und ab bewegt wird. Kleine Kameras, zum Beispiel in Handys, erfassen die Bewegungen, die intern von einer Bilderkennungs-Software verarbeitet werden. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Geräte berührungslos zu bedienen. Es müssen nicht unbedingt echte Displays vorhanden sein. Im Hightech-Operationssaal finden sich Projektoren und Kamerasysteme, die Bilder vor die Ärzte projizieren und erkennen, wohin die Mediziner ihre Hände bewegen und ob sie beispielsweise auf virtuelle Knöpfe drücken.

Eine als "Eye Tracking" (Verfolgung der Augenbewegung) bekannte Technologie ist inzwischen ebenfalls relativ ausgereift und findet immer mehr Verbreitung. Sie ist vor allem entwickelt worden, um etwa gelähmten Menschen das Bedienen eines Computers mit Hilfe ihrer Augenbewegungen zu ermöglichen. Auch bei dieser Technologie bilden Kameras und Software das Herzstück des "Eingabegerätes". In Automobilen, die inzwischen mit Computer-Technik vollgestopft sind, soll das Eye Tracking die Blickrichtung des Fahrers kontrollieren. Außerdem soll es Warntöne von sich geben, wenn sich die Augenlider während der Fahrt zu lange schließen und so Müdigkeit ankünden.

Die Stimme als Eingabe-Medium findet ebenfalls mehr Verbreitung, seit die Sprachsteuerung genügend ausgereift ist. Auch kann die Stimme ähnlich wie der Fingerabdruck oder ein Iris-Scan zur Identifikation einer Person benutzt werden. In Sachen Sicherheit ergeben sich für die nächsten Generationen der Computer damit ganz neue Möglichkeiten, die auch dem Endverbraucher dienen sollen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
692084