21.04.2008, 13:08

pte

Ohne Software

C2Call startet VoIP-Angriff auf Skype und Co

Wo bei Skype ein Client installiert werden muss, kommt C2Call nur mit dem Browser und einem Java-Applet aus.
Actai Networks hat die öffentliche Beta-Phase von C2Call gestartet. Ein Java-Widget ermöglicht Internet-Telefonie - ohne lokale Softwareinstallation über den Webbrowser. Daher kann C2Call wie ein Webmail-System leicht von verschiedenen Computern aus genutzt werden. Das System erlaubt dabei auch große Freiheit bei der Wahl der Gesprächspartner. "Der Vorteil ist, dass mit C2Call kostenlos Menschen erreicht werden können, die nicht C2Call-Benutzer sind. Das ist mit Skype und anderen Angeboten nicht möglich", betont Martin Feuerhahn, Direktor von Actai Networks, gegenüber pressetext.
Die kostenlose Internet-Telefonie funktioniert so, dass sich ein registrierter Nutzer von einem geeigneten Computer aus in C2Call einloggt. Eine E-Mail wird verschickt, um einen beliebigen anderen Internetnutzer zum VoIP-Gespräch einzuladen. Der Eingeladene muss sich nicht bei C2Call registrieren, um die Einladung anzunehmen, sondern klickt einfach auf den Link in der E-Mail. Daraufhin wird das Java-Widget speziell für das eine Gespräch geöffnet. Die Einladungen selbst sollen in weiterer Folge noch besser gegen etwaigen Missbrauch geschützt werden. "Wir werden später die Möglichkeit schaffen, Links zu sperren oder diesen eine zeitlich begrenzte Gültigkeit zuzuweisen", erklärt Feuerhahn. Die Sperrung ist etwa für weitergeleitete Links gedacht.
Ferner ist geplant, die Funktionalität von C2Call auszuweiten, wobei es kostenpflichtige Premium-Angebote geben wird. Dazu zählt etwa der Anruf zu Festnetztelefonnummern, der derzeit getestet wird und laut Feuerhahn in Abhängigkeit vom Feedback aus der Beta-Phase schon in sechs bis acht Wochen online gehen dürfte. Eine andere geplante Möglichkeit ist, einen C2Call-Button praktisch als offene Gesprächseinladung in Webangeboten wie Webshops zu platzieren. "Wir werden Online-Retailern eine Art Internet-0800-Funktionalität bieten", erklärt Feuerhahn gegenüber pressetext.
C2Call ist plattformunabhängig konzipiert. Das Angebot funktioniert laut Unternehmen mit jedem modernen Browser und allen gängigen Betriebssystemen. Das Widget erfordert das Java Runtime Environment 5.0 oder höher, das bei Bedarf heruntergeladen werden kann. Neben einer Internetverbindung sind natürlich auch geeignete Audio-Ein- und -Ausgabegeräte wie beispielsweise ein portables Headset erforderlich. Die kostenlose Registrierung ist nur zum Versenden von Gesprächseinladungen zwingend nötig, bietet aber zusätzliche Optionen wie eine Kontaktverwaltung. (pte)
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
165852
Content Management by InterRed