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Streit Adobe vs. Apple spitzt sich zu

12.04.2010 | 14:56 Uhr |

Apples Entscheidung, die Technologien zu begrenzen, mit denen Entwickler Anwendungen programmieren können, hat bei Adobe teils scharfe Reaktionen ausgelöst.

In einem privaten Blogeintrag auf der Website des Unternehmens bezeichnet Plattform Evangelist Lee Brimelow die Entscheidung des iPhone-Herstellers als pure Tyrannei und einen Schlag in das Gesicht aller Entwickler. Er ist sogar so sauer über die Entscheidung von Apple, dass er seinen Eintrag mit der deftigen Aufforderung abschließt: "Go screw yourself Apple."

Wie berichtet hat der iPhone- und iPad-Hersteller seine Lizenzbedingungen für Entwickler überarbeitet. Das neue Lizenzabkommen schreibt vor, dass "nur in C, C++, und Objective-C geschriebener Code direkt mit den dokumentierten APIs kompiliert oder verlinkt werden darf". Werkzeuge wie Adobes Flash-to-iPhone-Compiler, der eine einfache Migration von Flash-Spielen zu nativen iPhone-Apps ermöglicht, sind mit diesem Passus für die App-Entwicklung nicht mehr erlaubt. Der Compiler ist eines der wichtigsten Features der neuen Adobe Creative Suite 5.

Eine erste Erklärung zu diesem Schritt liefert Apple-Chef Steve Jobs höchstpersönlich in einer E-Mail. Das Unternehmen habe diese Entscheidung getroffen, weil diese Hilfswerkzeuge nur "Sub-Standard-Apps produzieren und die Entwicklung der Plattform behindern", zitiert der Entwickler Greg Slepak aus der Mail. Slepak gibt allerdings zu bedenken, dass nicht nur das Werkzeug über die Qualität einer Anwendung entscheidet. Er glaubt, dass viele Entwickler sich nun nach anderen Plattformen umschauen, die ihnen mehr Freiheiten lassen.

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