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Office XP bereits geknackt

01.06.2001 | 16:12 Uhr |

Erst gestern hatte Microsoft die neue "XP"-Version seines Office-Paketes herausgebracht. Schon heute gibt es erste Anleitungen, um die eingebauten Kopierschutzmechanismen, allen voran die Zwangsregistrierung, schnell zu umgehen. Denn ohne Registrierung lässt sich Office XP nur 50 Mal starten, danach ist die Benutzung nicht mehr möglich.

Erst gestern hatte Microsoft die neue "XP"-Version seines Office-Paketes herausgebracht. Schon heute gibt es erste Anleitungen, um die eingebauten Kopierschutzmechanismen, allen voran die Zwangsregistrierung, schnell zu umgehen. Denn ohne Registrierung lässt sich Office XP nur 50 Mal starten, danach ist die Benutzung nicht mehr möglich.

Die erste und einfachste Möglichkeit besteht darin, dass man einen speziellen Produkt-Key verwendet, wie unsere Schwesterpublikation tecChannel herausgefunden hat. Diese sind für große Firmen gedacht, wo es unmöglich wäre, jeden Rechner einzeln zu registrieren. Wird er eingegeben, versieht Office ohne jeglichen Registrierungshinweis seinen Dienst. Auf diversen Webseiten sind schon solche Schlüssel aufgetaucht.

Im Internet gibt es auch schon einige Patches für XP, die den Registrierungsprozess komplett lahm legen, dafür aber umfangreiche Änderungen an den Installationsdateien vornehmen. Damit ist zu befürchten, dass einzelne Komponenten nicht mehr wie gewohnt arbeiten. Spätestens mit den ersten Bugfixes oder Service Packs werden diese ihre Funktion verlieren, wenn die von den Hackern modifizierten Dateien durch neue überschrieben werden.

In eigenen Tests hat die PC-WELT festgestellt, dass der Registrierungshinweis nur erscheint, wenn eine Anwendung direkt per Doppelklick gestartet wird. Ruft aber ein anderes Programm Word oder Excel per OLE-Verküpfung auf, so erscheinen keinerlei Registrierungshinweise. Allerdings zählt weiterhin jeder Start einer Office-Anwendung und nach 50 Aufrufen ist Schluss.

Wenn Sie Office XP registrieren, machen Sie es telefonisch. Nur so können Sie überwachen, welche Daten Microsoft von Ihnen verlangt. Zulässig ist nur die Frage nach Ihrer Produkt-Id bzw. den im Registrierungshinweis eingeblendeten Schlüssel sowie die Frage nach dem Namen des Landes, in dem Sie wohnen. Weitere Angaben dürfen Sie getrost verweigern.

Bei der automatischen Internet-Registrierung ist dagegen nicht sicher, welche Daten wirklich an Microsoft übertragen werden, da der Datenverkehr vollständig verschlüsselt erfolgt. Zwar sagt Microsoft, es würde keine persönlichen Daten übertragen, aber in der Vergangenheit wurde dies "durch bedauerliche Fehler" schon öfters ermöglicht.

Office XP wichtig für Microsofts Zukunft (PC-WELT Online, 01.06.2001)

Office XP - wer braucht es wirklich? (PC-WELT Online, 01.06.2001)

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tecchannel Test: Office XP Final

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