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Top-Apps für das Office auf dem iPad

13.01.2011 | 09:32 Uhr |

Auch wenn das iPad für Büroarbeit vielleicht nicht erste Wahl ist, kann es mit der richtigen Software mehr, als mancher denkt. Wir zeigen die besten Office-Apps für das iPad.

Auf dem iPad kommt man auch ganz ohne Office aus, ohne Tastatur und Massenspeicher ist es eigentlich ohnehin nur bedingt für schnöde Bürotätigkeiten geeignet. Doch eine Reihe von Apps verspricht, diese Hürden zu überwinden und Office aufs iPad zu bringen.

Keine der Apps kann wirklich die volle Microsoft Office-Funktionalität auf dem iPad bieten, und dies ist auch gar nicht nötig, denn meist ist lediglich ein Bruchteil der Features gefragt. Wer Texte, Tabellen und Präsentationen nur ansehen will, kommt womöglich schon mit einem Dateibetrachter à la Goodreader zurecht, der beispielsweise PDFs auch mit Kommentaren versehen kann. Um einen Brief zu korrigieren, Werte in Tabellen nachzutragen oder Präsentationen noch den letzten Schliff zu geben, ist es vor allem wichtig, dass die App das Dokument in seinen wesentlichen Teilen zugänglich machen kann und beim Sichern die vielleicht komplexe Struktur nicht zerstört. Ob die Tabellenkalkulation dabei alle Diagramme perfekt anzeigt, ist in solchen Fällen zweitrangig.

Etwas anderes ist es, wenn man die Office-App nutzen möchte, um unterwegs neue Dokumente zu erzeugen, und beispielsweise einen Brief entwerfen, Ideen aufschreiben oder eine Bestandstabelle erzeugen möchte. Dann sind auch die gestalterischen Fähigkeiten der Software gefragt, obwohl man womöglich ab einem gewissen Punkt das Dokument am Rechner mit einem "echten" Office-Paket fertig bringen wird.

Sehr beschränkt ist man bei den Dateiformaten: Nur Documents To Go versteht sich auf das Verändern von Powerpoint-Präsentationen. Texte im ".doc"-Format und ".xls"-Tabellen öffnen alle, Office 2 HD scheitert aber an neueren ".xlsx"-Dokumenten. Apples iWork-Apps arbeiten intern nur in ihren eigenen Formaten, müssen also alle anderen Dateien beim Im- und Export jeweils konvertieren. Andere Formate wie die des Openoffice-Pakets oder auch nur RTF können verblüffenderweise keine App editieren, und auch das Drucken von Dokumenten per Air Print werden alle Apps erst noch lernen müssen.

Da das iPad keine USB-Sticks akzeptiert und das Hin- und Herkopieren von Dateien per iTunes viel zu umständlich ist, bieten alle Apps zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten. Zu Documents To Go bietet Hersteller Dataviz ein Programm für Windows und Mac-OS X, mit dem man vom Rechner aus Zugriff auf den privaten Ordner des Programms bekommt. Quickoffice und Office 2 HD machen das iPad zum Server, sodass sich Dateien per Browser oder WebDAV kopieren lassen.

Alle Kandidaten bieten zudem Zugriff auf Cloud-basierte Online-Dienste, doch hier unterscheiden sich die Kandidaten teils recht deutlich. Am beschränktesten ist Apples iWork-Paket , das eigentlich nur mit Mobile Me, dem hauseigenen " iWork.com " sowie allgemeinen WebDAV-Diensten kommunizieren mag. Da bieten die anderen deutlich mehr, indem sie beispielsweise auch Google Docs, Dropbox und meist noch weitere Dienste einbinden können. Diese stellen denn auch oft die eleganteste Möglichkeit dar, Dateien mit dem eigenen Rechner und anderen austauschen zu können.

Keines der Office-Pakete taugt dazu, Firmenkorrespondenz oder Fünfjahresplan mal kurz im Park unterm Baum zu erledigen, alle sind eher für die Überarbeitung oder den Grobentwurf von Dokumenten gedacht, doch das muss kein Beinbruch sein, denn das iPad ist ja auch kein Notebook. Nicht vergessen sollte man, dass keine der Office-Apps auch nur andeutungsweise so viel kostet wie Microsoft Office - das freie Openoffice ist eben nicht überall.

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