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Microsoft reagiert auf Anti-Outlook-Kampagne bei Twitter

25.06.2009 | 15:51 Uhr |

Microsoft hat offiziell auf eine bei Twitter gestartete Kampagne gegen Office 2010 reagiert. Unter dem Motto "Outlook ist kaputt. Lasst es uns reparieren", rufen Twitter-User Microsoft dazu auf, eine für Office 2010 geplante Funktion zu überdenken.

Demnach wird auch in Outlook 2010 für die Darstellung und das Rendern von HTML-Mails Word zuständig sein. Die Initiatoren der Twitter-Kampagne befürchten, dass dadurch HTML-Mails in Outlook 2010 falsch angezeigt werden und demonstrieren dies auch gleich via einem Screenshot . Bisher haben sich knapp 20.800 Twitter-Nutzer der Kampagne angeschlossen.

Der enorme Zulauf hat nun dafür gesorgt, dass die Office-2010-Entwickler sich offiziell zur Kampagne äußern . Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass die Twitter-Kampagne von einem Unternehmen unterstützt wird, die Mail-Marketing-Software vertreibe und somit auch andere Interessen verfolgen.

Die Office-2010-Entwickler weisen darauf hin, dass bereits bei Office 2007 Word für die Erstellung und Darstellung von Mails zuständig war. Man habe sich bei Office 2010 erneut für Word entschieden, weil man der Meinung sei, dass Word eine gute und gewohnte Oberfläche für das Erstellen von Mails biete. "Word ermöglicht es unseren Kunden, professionell aussehende und optisch anspruchsvolle Mails zu erstellen", so die Entwickler und fügen hinzu, dass die Kunden hierfür keine professionellen HTML-Web-Designer sein müssten.

Zusätzlich habe Word aber auch immer gute Dienste beim Darstellen von HTML geleistet und Microsoft habe immer offen dargelegt, welches HTML durch Outlook unterstützt wird. Entwickler finden beispielsweise auf dieser TechNet-Seite alle Informationen darüber, welche Möglichkeiten Word 2007 beim Darstellen von HTNML und CSS besitzt. Zusätzlich biete Word im Vergleich zu einem Browser-Fenster auch Vorteile im Bereich Sicherheit. So könnten kein Web-Script oder andere aktive Inhalte ablaufen, die die Sicherheit der Kunden gefährde.

Die Mitteilung der Office-Entwickler schließt mit den Worten, dass es in der Industrie bisher keine breit anerkannte Einigung darüber gebe, welcher Teil von HTML für die Interoperabilität bei der Nutzung von Mails geeignet sei. Auch das "Email Standards Projects" repräsentiere keinen Standard oder einen Industrie-Konsens in diesem Bereich. Sollte es mal in der Industrie einen solchen Konsens geben, dass werde Microsoft mit andren Mail-Herstellern zusammenarbeiten, um die volle Unterstützung in seinen Produkten zu gewährleisten.

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