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Office 2007: Bisher keine Beschwerde von Adobe bei der EU

23.06.2006 | 16:01 Uhr |

Adobe hat bisher keine Beschwerde bei der EU wegen der PDF-Unterstützung in Office 2007 eingelegt. Dennoch ist die EU bereits im Gespräch mit Microsoft. Dabei geht es allerdings nicht um PDFs in Office 2007, sondern in Windows Vista.

Adobe hat bisher noch keine Beschwerde bei der Europäischen Kommission wegen Microsofts Office 2007 eingelegt. Anfang Juni war bekannt geworden, dass Adobe und Microsoft sich über die in Office 2007 enthalten PDF-Unterstützung streiten.

Adobe hatte auf das Monopol von Microsoft verwiesen und auf die Gefahr, dass Microsoft das Monopol ausnutzen könnte. Andererseits handelt es sich bei PDF um ein offenes Format und auch andere Applikationen sind schon in der Lage, Dokumente als PDF abzuspeichern. Eventuell fürchtet Adobe, dass aufgrund der hohen Marktanteile von Office bei integrierter PDF-Unterstützung die Anwender nicht mehr zu den Produkten von Adobe greifen. Openoffice.org & Co. haben dagegen nur geringe Marktanteile.

Bisher war das in Office nur über ein kostenpflichtiges Plug-In notwendig. Das fordert Adobe auch für Office 2007. Microsoft ist allerdings dagegen. In der Beta 2 von Office 2007 ist die PDF-Unterstützung noch enthalten. Nach Bekannt werden des Streits hatte Microsoft aber angekündigt, die PDF-Unterstützung wieder entfernen und als Plug-In anbieten zu wollen. Microsoft weigert sich allerdings, für dieses Plug-In Geld von den Kunden zu verlangen.

Obwohl Adobe wegen Office 2007 bei der Europäischen Kommission noch keine Beschwerde eingereicht hat, sind die EU-Wettbewerbshüter dennoch wegen PDF bereits in Kontakt mit Microsoft getreten. Dabei geht allerdings um den Umgang von Windows Vista mit PDF-Dokumenten.

Office 2007: Microsoft beharrt auf PDF-Funktion und legt sich mit Adobe an (PC-WELT Online, 07.06.2006)

Office 2007: Microsoft streitet mit Adobe wegen PDF-Funktion (PC-WELT Online, 02.06.2006)

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