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Office 12 erhält PDF-Unterstützung

04.10.2005 | 11:10 Uhr |

Microsoft hat bekannt gegeben, dass Office 12 von Haus aus eine Unterstützung für PDF-Formate besitzen wird. Anwender werden dadurch ihre Dokumente auch als PDF abspeichern können. Die PDF-Unterstützung wird allerdings mit Einschränkungen realisiert.

Office 12 wird von Haus aus eine Unterstützung für PDF-Dokumente enthalten. Das hat Microsoft nun bekannt gegeben. Damit werden Anwender künftig nicht mehr Tools von Drittherstellern einsetzen müssen, wenn Sie ein Dokument als PDF-Datei abspeichern möchten.

Wie Microsoft Programm-Manager Brian Jones in seinem Blog erklärt, soll die PDF-Unterstützung in Word, Excel, Powerpoint, Access, Publisher, Onenote, Visio und Infopath implementiert werden. In Word, Excel und Powerpoint soll die PDF-Unterstützung in Kombination mit dem neuen OpenXML-Format der Applikationen funktionieren.

"Derzeit sehen wir auf unserer Office Online-Seite mehr als 30.000 Suchabfragen in der Woche bezüglich PDF-Unterstützung. Das hat die Entscheidung einfach gemacht", schreibt Jones. Mit anderen Worten: Die zahlreichen Anfragen seitens der Kunden haben dafür gesorgt, dass Microsoft eine PDF-Unterstützung in Office 12 integriert.

Anwender könnten zukünftig ihre Dokumente in dem vollständig dokumentierten OpenXML-Format sichern und gleichzeitig auch zum PDF-Format greifen. OpenXML basiert auf XML. Microsoft hatte im Juni erklärt, dass dieses offene Dateiformat bei Office 12 zum Einsatz kommen wird.

Eine Einschränkung wird es allerdings hinsichtlich der PDF-Unterstützung geben: Ein Dokument kann zwar mittels "Speichern unter…" als PDF abgespeichert werden, aber nicht in Office 12 selbst betrachtet werden. Hierfür wird weiterhin ein PDF-Betrachter notwendig sein. Anwender werden die Möglichkeit haben festzulegen, ob ein abgespeichertes PDF-Dokument nur betrachtet und nicht verändert werden kann.

Grund für die Einschränkung dürfte das von Microsoft entwickelte Format "Metro" sein, für das es in Office 12 ebenfalls eine Unterstützung geben wird. Anwender können Dokumente in dem Format abspeichern. Diese Dokumente können dann von anderen Anwendern angesehen werden, ohne dass dafür Office 12 vorhanden sein muss. Damit ist "Metro" praktisch Microsofts Antwort auf das PDF-Format. Es soll ähnlich wie PDF dem Austausch und Drucken von Dokumenten dienen und auf XML basieren. In Windows Vista wird Metro enthalten sein ( wir berichteten ).

Der Konkurrent Openoffice.org/Staroffice bietet seit geraumer Zeit eine PDF-Unterstützung, die in der kommenden Version 2.0 noch weiter ausgebaut wird. Der erste Release Candidate von Openoffice.org 2.0 ist bereits erschienen ( wir berichteten ). Die finale Version soll demnächst folgen.

Office 12 = Mondo?

Die Veröffentlichung von Office 12 ist für Mitte 2006 geplant. Eine erste Beta-Version soll noch in diesem Jahr erscheinen. Offiziell hat sich Microsoft noch nicht zu dem Namen von Office 12 geäußert.

Interessant dazu: Auf der Professional Developers Conference wurde Office 12 gezeigt und es wurden einige Bilder von PCs gemacht, auf denen Office 12 lief. Auf einigen der Bilder ist das Info-Fenster zu sehen: Hier steht als Bezeichnung für das neue Office-Paket "Microsoft Office Mondo 12". Ob es sich bei "Mondo" um den geplanten Namen für Office 12 handelt, ist aber nicht bekannt.

Video: Die neue Office 12-UI in Aktion (PC-WELT Online, 16.09.2005)

Office 12: Die ersten Screenshots (PC-WELT Online, 13.09.2005)

Office 12: Dokumente standardmäßig im XML-Format (PC-WELT Online, 03.06.2005)

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