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MobileTV für drei Viertel der Handynutzer uninteressant

22.08.2008 | 12:45 Uhr |

MobileTV auf dem Handy kommt auch in Österreich nicht in Fahrt. Einer aktuellen Umfrage zufolge, schaut ein Viertel der befragten Handynutzer auf dem Telefon fern. Für den Rest ist der Dienst uninteressant. Das hat aber weniger mit den Preisen zu tun, vor allem die fehlende Technik und zu kleine Bildschirme hemmen die Lust auf mobiles Fernsehen.

Der Erfolg von Fernsehen auf dem Handy lässt weiter auf sich warten. Laut einer aktuellen Studie der Marktforscher Marketagent.com schaut in Österreich nur ein Viertel der Handynutzer mobil fern. Befragt wurden 501 Österreicher im Alter von 14 bis 59 Jahren. Von ihnen nutzen nur 137 Teilnehmer die Möglichkeiten des Fernsehens auf dem Handy, bei den restlichen 364 Befragten wird vor allem Desinteresse als Grund für den Verzicht genannt.

Der Preis spielt bei der Entscheidung für oder gegen mobiles Fernsehen nur eine untergeordnete Rolle. 45 Prozent der Befragten fehlt schlichtweg ein MobileTV-fähiges Endgerät, weitere 32 Prozent sind mit der geringen Displaygröße unzufrieden. Nur 25 Prozent der Teilnehmer beklagten zu hohen Preise.

Wer auf dem Handy fern schaut, tut das meist zur Informationsgewinnung und zum Zeitvertreib. Auch auch die Möglichkeit, zeit- und ortsunabhängig zu sein und Ereignisse live mitzuerleben, ist für viele MobileTV-Nutzer wichtig. Besonders in den Abendstunden zwischen 18 und 22 Uhr greifen viele zum Telefon, die meistgeschauten Sender sind ORF1, ORF2, ATV und ProSieben Austria. Durchschnittlich schaut jeder Konsument von HandyTV am Tag 30 Minuten auf seinem Telefon fern. Besonders häufig passiert das auf dem heimischen Balkon, der Terasse oder im Garten (42 Prozent), doch auch im eigenen Haus oder der Wohnung (36 Prozent) ist der Dienst beliebt. Am Arbeitsplatz schaltet immerhin jeder vierte Nutzer Fernsehen auf dem Handy ein.

In Deutschland steht das Konsortium Mobile 3.0 vermutlich kurz vor der Auflösung . Das Unternehmen war mit dem Ziel gestartet, über DVB-H Fernsehinhalte auf Handys zu bringen. Eine schleppende Vergabe der Sendelizenzen und die Konkurrenz durch Fernsehübertragungen via Mobilfunk (UMTS) und DVB-T verhindern den Sendestart von Mobile 3.0 und bremsen die Entwicklung von MobileTV in Deutschland.

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