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Öffnung des schnellen Telekomnetzes für Konkurrenz

13.08.2006 | 14:57 Uhr |

Laut Presseberichten will die Bundesnetzagentur die Öffnung des neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes der Deutschen Telekom für die Konkurrenz durchsetzen.

Nach diversen Presseberichten fordert die Bundesnetzagentur eine Öffnung des neuen Hochgeschwindigkeitsnetztes der Telekom für die Konkurrenzanbieter. Ein entsprechender Entwurf für eine diesbezügliche Verfügung befände sich demnach bereits auf dem Weg zur EU-Kommission in Brüssel. Dies gab die Wirtschaftswoche in ihrer neusten Ausgabe bekannt. Damit könnten die Pläne der Telekom durchkreuzt werden. Der Kommunikationsanbieter will das neue, drei Milliarden Euro teure Netz vorerst ohne Konkurrenz zu betreiben und somit „Pioniergewinne“ einzustreichen. Die EU-Kommission wehrt sich gegen derartige Pläne, wogegen die Bundesregierung die Telekom in diesem Bereich unterstützt.

Die Deutsche Telekom hatte bereits mehrfach damit gedroht, die Investitionen in das neue Netz zu stoppen, wenn eine Öffnung für die Konkurrenz unausweichlich werden würde. Bei den innovativen Netzanschlüssen handelt es sich um ein extrem leistungsfähiges Datennetz, welches in 50 deutschen Großstädten unter der Bezeichnung VDSL aufgebaut werden sollte. Dieses Netz wäre bis zu 50 mal schneller als eine einfache DSL-Leitung und soll bis zu 50 MBit pro Sekunde erlauben.

Mit VDSL wäre es somit möglich, die Kommunikations-Bedürfnisse vieler Menschen in einem Anschluss zu bündeln. So könnten Fernsehempfang, Telefonie und Internetnutzung von einem einzigen Provider angeboten werden. Eine derartige Entwicklung könnte der Telekom deutliche Vorteile im Konkurrenzkampf verschaffen. Neue Anbieter sprießen wie Pilze aus dem Boden und graben der Telekom in angestammten Bereichen wie dem Festnetz das Geschäft ab.

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